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RELIGION UND PHÄNOMENOLOGIEGYULA MUNKÁCSYLehrstuhl für Philosophiegeschichte, Philosophische Fakultät der Loránd Eötvös Universität, BudapestSynthese als ProgrammDer Ökumenismus, der Anspruch auf christliche Sythese und die Erfolglosigkeiten dieser Bestrebungen charakterisieren augenfällig das christliche Denken der vergangenen Jahrzehnte. Besondere Betonung erhielt die Einheitsbestrebung in den sechziger Jahren, im Jahrzehnt der 2. Vatikaner Synode, als sich auch innerhalb des auf die epochalen Bedürfnisse übrigens immer...
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RELIGION UND PHÄNOMENOLOGIEGYULA MUNKÁCSYLehrstuhl für Philosophiegeschichte, Philosophische Fakultät der Loránd Eötvös Universität, BudapestSynthese als ProgrammDer Ökumenismus, der Anspruch auf christliche Sythese und die Erfolglosigkeiten dieser Bestrebungen charakterisieren augenfällig das christliche Denken der vergangenen Jahrzehnte. Besondere Betonung erhielt die Einheitsbestrebung in den sechziger Jahren, im Jahrzehnt der 2. Vatikaner Synode, als sich auch innerhalb des auf die epochalen Bedürfnisse übrigens immer schwerfälliger reagierenden Katholizimus bedeutendere Kräfte in diese Richtung in Bewegung setzten. Zurückblickend auf diese bewegten anderthalb Jahrzehnte, lohnt es sich, auf den Fakt aufmerksam zu werden, dass, abzielend auf eine theoretische Untermauerung der Einheitsbestrebungen, die Versuche der Herausbildung einer einheitlichen christlichen Religionsphilosophie erneuert wurden. Ein sehr bezeichnendes Symptom dieser Bemühung war die Wiederbelebung der bis zur ersten Hälfte des Jahrhunderts zurückreichenden und in erster Linie mit dem Namen des Kat holiken Max Scheler verbundenen ehr istlichen Reli gic nsphänomenologie.2 Die Rolle der zweiten" religionsphänomenologischen Welle in den fünfziger, sechziger Jahren hat sich jedoch, gemessen an ihrer ersten", Schelerschen Periode, wesentlich verändert. Seinerzeit diente die Phänomenologie (zumindest innerhalb des Katholizimus) als geistiges Erbe früherer modernistischer" Bewegungen der Konfrontation mit den neo-tomistischen Konservativen. Im Zeichen späterer Einheitsbestrebungen und gleichzeitig mit der teilweisen Lockerung der geschlossenen und steifen Grenzen des Neotomismus begann jedoch die Phänomenologie auch als Mittel der Vereinheitlichung zu funktionieren. Ähnliche Bestrebungen von protestantischer Seite hatten bereits ernsthafte Traditionen, als solche namhaften katholischen Theoretiker wie z. B. E. Jolivet in Frankreich1\ orliegende Arbeit entstand unter Verwendung folgender Arbeiten des Verfassers: Zum Versuch einer katholischen religionsphilosophischen Synthese". Magyar Filozófiai Szemle, Bp. 1962/5, S. 693 715; Zu einigen Fragen der marxistischen religionstypologischen Forschungen. In: Valóság, Budapest 1974/5 S. 26-36.2Max Schelers grundlegendes Werk Vom Ewigen im Menschen" erschien 1921.

Termékadatok

Cím: Religion und Phänomenologie [antikvár]
Szerző: Gyula Munkácsy Munkácsy Gyula
Kiadó: Eötvös Loránd Tudományegyetem
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 150 mm x 230 mm
Gyula Munkácsy művei
Munkácsy Gyula művei
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