Bővebb ismertető
Ais fünftes Kind der Eheleute Harmen (Hermann) Gerritsz, Besitzer einer Mühle zu Leiden am Rhein (daher der Beiname van Ryn) und Neeltje Willemsz, Tochter eines Báckers, wurde in dieser hollándischen Stadt am 15. Juli 1606 ein Knabe geboren, der den Namen Rembrandt erhielt. Unter diesem Vornamen, den viele Menschen für einen Zunamen haltén, sollte Rembrandt, ebenso wie es bei Leonardo, Michelangelo und Raffael der Fali war, berühmt werden und die Jahrhunderte überdauern. Sein Vater, der wohlhabend war, Ansehen genofi und stádtische Ámter innehatte, wollte seinen Sohn studieren lassen. Er lieí3 ihn daher mit vierzehn Jahren an der neugegründeten Universitát einschreiben, in deren noch heute erhaltenen Verzeichnissen man die Eintragung liest: »20. mai 1620. Rernbrandus Hermanni Leydensis an. 14, stud. litt., apud parentes.« Da aber dem Jüngling die lateinischen Studien nicht zusagten, nahm ihn sein Vater von der Universitát und schickte ihn, seiner Neigung und Begabung entsprechend, zu dem Maler Jákob van Swanenburgh in die Lehre. Dieser, ein mittelmáBiger Maler, hatte viele Jahre in Italien, insbesondere in Neapel, verbracht und war im Jahre 1617 nach Leiden zurückgekehrt. Nur wenige Werke von ihm sind bekannt, und von den Portráts, die er, wie man weií3, gemalt hat, ist keines erhalten. Rembrandt arbeitete drei Jahre in Swanenburghs Werkstatt. Wáhrend dieser Zeit pflegte er náhere Beziehungen zu einem anderen, ihm gleichaltrigen Maler, námlich zu Jan Lievens (1607-74). Dieser Künstler war im Jahre 1621 aus Amsterdam nach seiner Vaterstadt Leiden zurückgekehrt und glich ihm in seiner Malweise mehr als jeder andere. Mit siebzehn Jahren begab sich Rembrandt nach Amsterdam, um sich bei Pieter Lastman, dem einstigen Lehrer von Lievens, in seiner Kunst zu vervollkommnen. Auch Lastman (1583 bis 1633) war in Italien gewesen und hatte drei Jahre in Rom verbracht (1604-07). Wir möchten jedoch gleich bemerken, daB diese unmittelbar mit der lateinischen Kultur in Berührung gekommenen Hollánder für den Klassizismus, der ihrem Geschmack nicht entsprach, eher Abneigung als Zuneigung empfanden und sich mehr von den neuen Strömungen in der Kunst gefangennehmen lieBen als von den Erinnerungen an die groBe Vergangenheit der Antiké oder des Cinquecento. Rembrandt weilte sechs Monate bei Lastman in Amsterdam und besuchte dort auch für kurze Zeit die Werkstatt von Jan Pynas (1583-1631), der ebenfalls in Italien und Rom gewesen war. Auch er hatte sich mehr für die zeitgenössische Kunst, die Schule der Bologneser Maler und für Caravaggio interessiert als für die Antiké. Ende 1627 kehrte Rembrandt wieder nach Leiden zurück. Hier schloB er sich sicher wieder seinem Freunde Lievens an, dessen Mitarbeiter er war. Im Museum zu Amsterdam befíndet sich der Kopf eines Knaben (Nr. 1461a), der mit dem Namenszug der beiden Künstler versehen ist. AuBerdem fíndet man dort den Vermerk, daí3 Rembrandt das Werk des anderen über arbeitete. Auch der Kopf eines Greises im Museum zu Schwerin ist mit den beiden Namenszügen versehen. Mehrere Jugendwerke Rembrandts werden von einigen Kunstgelehrten Lievens zugeschrieben. Dieser reicht jedoch nicht im entferntesten an den Freund heran, dessen erste datierte Werke: »Tobias und sein Weib« (früher Sammlung Tschugin in Moskau), »der Prophet Bileam« (Paris), beide aus dem Jahre 1626, »der Apostel Paulus im Gefángnis« (Stuttgart) und »der Geldwechsler« (Berlin, Tafel 1) aus dem Jahre 1627 ihn schon als eigenwilligen Künstler zeigen, dessen Merkmale bereits dieselben sind, wie sie spáter der fertige Meister aufweist, insbesondere was die Beleuchtung der Gemálde betrifft. Zu^rwáhnen ist auch die Tatsache, daí3 im Jahre 1628 der ebenfalls aus Leiden gebürtige fünfzehnjáhrige Gerard Dou, nachdem er seine erste Ausbildung bei einem anderen Meister erhalten hatte, in die Werkstatt Rembrandts eintrat. Ein Beweis, daí3 Rembrandt mit 22 Jahren v