Bővebb ismertető
Ein unruhiges, düsteres Jahr in den Niederlanden. Ein unruhiges, düsteres Jahr in Rembrandts Haus. Im Frühjahr ist sie über ihn gekommen, die Ohnmacht. Langsam und schleichend hat es ihn übermannt. Erst hatte er noch versucht, Widerstand zu leisten. Mit wilder Leidenschaft hat er sich auf die Arbeit gestürzt und die Pinsel gezwungen in der Hoffnung, der Arbeitsrausch werde ihn wieder mitreifíen. Seine gröfiten Leinwandstücke hat er aufgespannt - Fláchen, die er mit ausgestrecktem Arm kaum erfassen kann. Die kühnsten Gedanken, die er je gewagt hat, sollen Gestalt werden; je höher der Wurf, um so herrlicher das Ergebnis. Doch als er mit dem Aufzeichnen beginnt, verflüchtigt sich das Traumgesicht; die Hand falit mutlos nieder, und in seinem Innern ist nichts als ohnmáchtige Leere. Jetzt, im Sommer, steht alles still. Er sitzt vor der heruntergekommenen Leinwand, auf der zwei, drei mit Holzkohle hingeworfene Linien zu sehen sind; ohne Ziel ist er und ohne Gedanken, flügellahm und einsam. Manchmal, nach stundenlangem, grimmigem Grübeln, wendet er sich mit ángstlich suchendem Blick zum Spiegel, der in der Höhe seines Kopfes hángt. Er schrickt zurück vor dem eigenen Antlitz: durchfurcht ist es und abgemagert. Und die Augen - die Augen sind matt und lichtlos; unter den ergrauten Brauen erblickt er zwei Schattenhöhlen ohne Glanz. Der Magier in ihm ist tot. Das Zauberwort ist ihm entfallen. Er wendet sich vom Spiegel ab. Tagsüber riegelt er seinen Arbeitsraum ab und Iáik niemanden herein, nicht einmal den kleinen Titus. Die Schüler bekommen ihn nur noch bei den Mahlzeiten zu sehen. Erst