Bővebb ismertető
Über den Autor: Fritz Baumgart wurde 1902 in Berlin geboren. 1922-26 Studium der Kunstgeschichte in München und Berlin, anschlieBend bis 1934 an der Bibliotheca Hertziana in Rom. 1934-38 war er Privatdozent in Bonn, wurde 1938 an die Universitát Jena berufen und 1949 an die Technische Universitát Berlin-Charlottenburg. Von Fritz Baumgart erschienen Arbeiten über Michelangelo (Fresken der Cappella Paolina im Vatikan, Pietá Rondanini, Jugendzeichnungen), über >Italienische und Niederlándische Manieristen des 16. Jahrhunderts<, >Caravaggio und seine Nachfolge<, über >Giottos Fresken in der Arenakapelle< und über >Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts<. Weiter erschienen: Geschichte der abendlandischen Maierei (1952), Geschichte der abendlandischen Plastik (1957), Geschichte der abendlandischen Baukunst (1960). Über den Inhalt: lm Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich der allgemeine Stilbegriff 'Manierismus' für die europaische Kunst des 16. Jahrhunderts zwischen 'Hochrenaissance' und 'Barock' durchgesetzt. Seine Deflnition als antiklassisch, subjektiv, spirituell, aber ebenso als absonderlich, antinatürlich, dámonisch, schizophren, entsprang dem EinfluB bestimmter Tendenzen des Expressionismus und Surrealismus der zwanziger Jahre unseres Jahrhunderts. Baumgart betrachtet die Kunst des 16. Jahrhunderts indessen ohne den ideologischen Zwang dieses Stilbegriffes und dabei ergibt sich, daB alle in ihr auftretenden Entfaltungen ihre Wurzeln in der 'Hochrenaissance' habén, die ihrerseits nicht einseitig als klassisch und normativ aufgefaBt werden ; darf, sondern den Durchbruch eines für drei Jahrhunderte gültigen neuen Welt- und Menschenbildes im Abendland bedeutet. Baumgart zeigt an einer Reihe von Beispielen der italienischen Kunst von 1500-1520 die Vielfalt dieser 'Hochrenaissance', die die Möglichkeit des Klassischen und Normativen ebenso wie die des Subjektiven, Romantischen, Idyllischen, Intellektuellen, Höfischen, Absonderlichen usw. enthált. Eine gröBere Reihe von Werken der Folgezeit, auch nicht-italienische Künstler einbegreifend, illustriert die Entwicklung dieser verschiedenen Möglichkeiten an einzelnen überragenden Persönlichkeiten und an schulmáBigen Gruppén. Die Darstellung von Entstehung und Entwicklung des Stilbegriffs 'Manierismus' und der allmáhlich gegen ihn auftretenden Widerstande macht einleitend mit den entscheidenden Vertretern und Problemen der Forschung bekannt. Der Anhang enthált Textdokumente von den Quellenschriften des 16. Jahrhunderts bis zu Beispielen aus den Arbeiten der groBen Interpreten des Manierismus.