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Guten Morgen, guten Morgen,Morgen, mein Liebchen ... Reni fuhr in ihrem Bett in die Höhe. Die Sonne flutete golden zum Fenster herein und mit ihr der Gesang aus mindestens siebzig Kinderkehlen, so frisch und hell wie dieser Junimorgen. Komm heraus da aus dem Haus da, komm heraus da aus dem Stübchen ... Drüben im anderen Bett bewegte sich jetzt ein schwarzer Schopf, und Erikas vom Schlaf gerötetes Gesicht hob sich aus dem Versteck des gekrümmten Armes, in dem es bisher gelegen hatte. Es muíke noch sehr früh am Tage sein. Erika war sonst immer vor Reni wach. Denn die Sonn\ denn die Sonn\ denn die Sonne ist dal Reni kannte diesen Kanon natürlich, denn er war im Heim sehr beliebt. Heute aber klang er ihr noch netter, frischer und beschwingter als sonst. Freilich, heute bedeutete er auch etwas Besonderes. Er war ihr GeburtstagsgruíL Sie war im Nachthemd ans Fenster gehopst und guckte hinaus. Wirklich, sámtliche Heimkinder standén untén und sangen. Jungen und Mádchen, alle ungefáhr in ihrem Altér, so um zwölf Jahre herum. Tante Thea, die Turntante, dirigierte. Sie stand mit dem Rücken zum Fenster, die Kinder mit dem Gesicht. Jetzt hatten ein paar von ihnen Reni erspaht. Sie winkten, Reni winkte wieder. Und da drehte sich auch Tante Thea mitten im Dirigieren um und winkte auch. Wir gratulieren!" rief eines der Kinder, die anderen fielen ein, und der Kanon kam gewaltig ins Wackeln. Darüber mufite Tante Thea lachen, und so hob sie die Hand und liefi die Kinder, die gerade sangen: Ist daaa!ihrenTon aushalten, bis die náchsten und dann die übernáchsten Stimmen auch so weit gekommen waren. Wir gratulieren unserer Reni!" rief es darauf im Chor,