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1.
„Er soll Renni heißen", sagte der Mann, als er den jungen Hund aus dem Korb nahm, weg von der Mutter. Die hob den Kopf ein wenig, schaute mit ergebener Miene, mit geduldigem Blick dem kleinen Sohn nach.
Das war der Abschied, und sie wußte es; aber sie legte sich still wieder hin und schlief oder schien zu schlafen.
Widerstand gab es keinen, auch das wußte sie, nur Vertrauen. Also hegte sie gehorsames Vertrauen.
Ihr blieben ja noch drei von den sechs Jungen, die sie vor wenigen Tagen geboren hatte. Zwei waren schon von ihr entfernt worden. Jetzt kam eben das dritte dran.
Die drei übrigen schmiegten sich wie in bewußtlosem Traum eng an die Mutter und tranken inbrünstig vom Quell des Lebens. Die Mutter empfand dabei ein wohliges Gefühl. Sie wurde vom Halbschlaf mehr und mehr überdämmert.
Der Mann sprach weiter: „Der letzte, den ich herschenke, hat immer den Namen Renni! Zwei sind gestern weg. So brauche ich keinen zu ertränken, was ja schade wäre. Mehr gls drei ziehe ich nie auf. Das hält die Mutter bei Kräften, und die Jungen werden stark."
Er hatte einst, zu Friedenszeiten, nahe der Adria gewohnt und Foxterriers gezüchtet. Allein infolge des ersten Weltkrieges war die politische Geographie arg in Verwirrung geraten, sehr zur Unzufriedenheit des alternden Mannes, der in der neuen Ordnung keine Ordnung nach seinem Sinne sah. Da er sich