Neogo-tik< beeinflußt, doch auf Wunsch der Auftraggeber lieferte er einen zweiten Fassadenentwurf mit mehr Renaissance-Elementen. Erst im Jahre 1876 wurde Cuypers mit der architektonischen Leitung des Baus endgültig beauftragt. Er wollte die Säle rings um zwei Höfe legen, wie es schon Jacob van Campen im siebzehnten Jahrhundert beim Bau des neuen Amsterdamer Rathauses getan hatte, des jetzigen >Paleis< am >Dam<.Weil nach 1945 die kunstgewerbliche Abteilung eine ungeheure Ausdehnung erfuhr, hat man im Hof des rechten Flügels sozusagen ein Gebäude innerhalb eines Gebäudes errichtet, das sich ganz eng an die bereits vorhanden gewesenen Säle anschließt. Wie sehr man auch Cuypers' Architektur bewundem mag, muß man doch mit den inzwischen gewandelten Ansichten hinsichtlich der Aufstellung vieler Objekte rechnen, mit den veränderten Anforderungen an die Beleuchtung, und daß die Sammlungen sich immer weiter vergrößern. Da es vor allem darauf ankommt, die wichtigsten alten Werke des niederländischen Kunstbesitzes an einer einzigen Stelle zusammenzufassen, eine Erweiterung durch Zubauten aber kaum möglich ist, hat man nach Ausdehnungsmöglichkeiten innerhalb des bestehenden Gebäudes gesucht. 1970 wird in dem inzwischen zugebauten zweiten Hof die historische Abteilung neu aufgestellt werden. Die Gemäldesäle werden auch erweitert, ein eigener Ausstellungsraum wird eingerichtet. Mancherlei Ausschmückungen im hinem des Gebäudes mußten den Forderungen der modernen Zeit weichen, die ruhige Wände ohne überflüssige Ornamente verlangt. Doch der äußere Charakter des Gebäudes als Ganzes blieb erhalten: an den Fassaden wurde nichts verändert.Wenn auch der Ruhm des Rijksmuseums vor allem durch die holländischen
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