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Einleitung
»Zwischen zwei Regengüssen: Die Trottoirs, die Fahrbann schwarzbraun. Die Menschen sehen alle schwarz gekleidet aus. Sie kommen aus der Fabrik, steife Hüte, keine Kragen. Sie gehen: zwei und dann drei und dann einer und dann vier; und irgend einer schiebt sich schneller vor, an dieser Gruppe vorbei, dann schon an jener.
Regen: etwas Aufgeschlitztes in der Luft, Blinkendes. Irgendwo ein Ruf: - Wal - di!« (Tb 273) *
Das war am 4. August 1913. Musil befand sich in Wien. Im Tagebuch sammelt er Bilder, meist Straßenbilder, die er für den großen Roman benutzen will. Der Roman hieß damals noch Der Spion, sein Protagonist »Anders«. »Gegen Ende des Spions nehmen«, schließt Musil die Sequenz, »wo A. sich wieder dem Interesse an den Menschen nähert.« (Tb 274)
Der Mann ohne Eigenschaften beginnt an einem Augusttag 1913, in Wien, er beginnt mit dem Wetter, die Menschen kommen massenhaft vor und anonym. Wenig später steht der Protagonist am Fenster und zählt die Gesichter. Er hat Urlaub von seinem Leben genommen, ein Jahr, für die beiden Hälften seines Lebensversuches wird er je ein halbes Jahr beanspruchen. Dann kommt der Krieg.
Am 4. August 1913 schreibt Musil außer der zitierten Tagebucheintragung auch einen Brief. Er bittet das Rektorat der Technischen Universität, an der er als Bibhothekar beschäftigt
Die Abkürzungen beziehen sich auf die Auswahlbibliographie S. 238.