Bővebb ismertető
VORWORTwDas Schumann-Gedenkjahr 1956 gibt Anlaß, die bedeutende Rünstlerpersönliehkeit Robert Schumanns noch tiefer im Volksbewußtsein zu verwurzeln und der Kulturwelt noch näherzubringen. Dazu soll auch die vorliegende Quellensammlung mit ihren so sprechend lebensvollen Dokumenten verschiedenster Art beitragen. Für jeden Lebens- und Schaffensabschnitt sind charakteristische Belege ausgewählt worden, die eine zusammenhängende Biographie ergeben. Die Auswahl wurde so getroffen, daß dabei Schumann so weit wie möglich selbst zu Wort kommt durch Briefe an seine Verwandten, die Braut, Freunde sowie Kunstgenossen, durch Aufzeichnungen in Tagebüchern, Selbstbiographien und durch sonstige Notizen. Auch Schumann als Schriftsteller ist einbezogen mit verschiedenen Aufsätzen und einigen Gedichtproben. Urkunden und weiteres Dokumentenmaterial, das über seinen Bildungsgang auf Gymnasium und Universität, aus seinem Eheprozeß usw. vorliegt, treten ergänzend hinzu. Dabei wird aus den Beständen des Robert-Schumann-Museums zu Zwickau vieles gebracht, was bisher nicht veröffentlicht worden ist und daher besonderem Interesse begegnen dürfte.Zahlreiche Beiträge stammen von Schumanns Lebensgefährtin Clara Wieck, auch seine Mutter und sein Lehrer Wieck treten hervor bei wichtigen Lebensentscheidungen. Schließlich kennzeichnen aufschlußreiche Mitteilungen von Freunden Schumanns seinen Charakter, seine Eigenart und Begabung, namhafte Musikgelehrte (u. a. Hanslick, Brendel, Gottfried Weber) sowie bedeutende Künstler der Zeit (z. B. Wagner, Liszt, Tschaikowski) nehmen kritisch Stellung zu seiner Kunst und Persönlichkeit. Auch die Umwelteinflüsse und Schumanns fortschrittliche Haltung in politischer (1830, 1848/49) und sozialer Hinsicht werden belegt, so daß ein umfassendes und lebendiges Bild von Leben und Werk des Tondichters entsteht.Die Wiedergabe der Briefe wurde im wesentlichen der modernen Rechtschreibung angepaßt, z. B. komponiert" statt componiert" oder einheitlich Sinfonie" geschrieben, ebenso Clara" auf Grund ihrer eigenen Schreibweise. Um den Reiz der Ursprünglichkeit zu bewahren, wurden Briefe und Aufzeichnungen aus Schumanns Kinder- und Schulzeit (bis S. 20) originalgetreu wiedergegeben, ebenso alle Urkunden. [ ] wurde verwendet für Zusätze der jeweiligen Schreiber der Briefe und Aufzeichnungen, () wurde beibehalten in den originalgetreu wiedergegebenen Dokumenten sowie für Zusätze des Herausgebers verwendet.Zwickau, im Oktober 1956Dr. Eismann