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Die Liebesepisode Francesca da Rimini und Paolo im fünften Gesang von Dantes Hölle hat Rodin zu mehreren Gruppen angeregt, in denen das Paar gefeiert wird: als Verkörperung edler Jugend, kraftvoller Schönheit und idealisierter Form der Liebesäußerung. Die berühmtesten dieser Plastiken sind Der Kuß, Das ewige Idol und Der Ewige Frühling. Rodin will das Leidenschaftliche bezwingen und das Plastische in die Form eines hohen Ideals eingehen lassen, wie Der verlorene Sohn und der Orpheus es bezeugen. Die Figur des verlorenen Sohnes ist ein aufstrebendes Gebet geworden, der Orpheus ein Körper, dessen Vibrationen den Akkorden der Leier gehorchen. Beim Sturz des Ikarus, dem er den Körper einer für das Höllentor erdachten Märtyrin gegeben hat, wirkt seine religiöse Erziehung mit, denn es kommt ihm darauf an, die Bestrafung des Hochmutes auszudrücken. Die Stadt Nancy gibt im Jahre 1889 Rodin den Auftrag zu einem Denkmal im Jardin de la Pépiniere, um Claude Lorrain, den Maler des Lichtes, zu ehren. Der Garten beginnt bei dem Place Stanislas mit seinen geschmiedeten Rokokotoren und den bewegten Fontänen. So gibt denn auch Rodin seiner Figur etwas von dieser Bewegung. Der flüchtige schöpferische Augenblick ist dargestellt. Claude Lorrain hält Pinsel und Palette in der Hand. Die Bronzefigur steht auf einem Steinsockel, auf dem Apollons Sonnenwagen davonfliegt. Die Verbindung der beiden Materialien kommt in Rodins Denkmal des Präsidenten Sarmiento wieder vor, das 1898 in Buenos Aires enthüllt wird. Rodin wird immer bekannter, ja geradezu volks-