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Blick auf Peterskirche und Engelsburg
Alle Wege führen nach Rom
Rom, die „Ewige Stadt*', nimmt seit langem unter den Städten der Welt eine besondere und einzigartige Stellung ein. Im Altertum war es das glänzende politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum eines großen Weltreichs, das von Spanien bis in den Nahen Osten und von Britannien bis nach Nordafrika reichte. Aus allen Teilen des Imperiums kamen Künstler und Kaufleute, Staatsmänner und Soldaten, Wissenschaftler und Abenteurer nach meist monatelanger Reise in die „Urbs", die Hauptstadt der damals bekannten Welt.
Im Mittelalter belebten Pilger aus ganz Europa die Straßen nach Rom, dem Sitz des Papstes und Mittelpunkt des westlichen Christentums. Vom 15. bis zum 17. Jahrhundert bescherte dann die Renaissance der Stadt eine neue Blütezeit. Maler, Baumeister und Bildhauer aus ganz Italien schufen damals jene Fülle einzig dastehender Kunstwerke, die noch heute jeden kunstinteressierten Romreisenden begeistern. Künstler aus allen Ländern Europas sind seitdem nach Rom gezogen, um aus Altem zu lernen und Neues zu schaffen.
Seit dem 19. Jahrhundert bereitete die Verbesserung der Verkehrsmittel — erst Postkutsche, dann Eisenbahn und jetzt Automobil und Flugzeug — dem modernen Tourismus den Weg. So kann heute jeder in zwei bis drei Wochen eine Romreise durchführen, für die unsere Vorfahren Monate oder gar Jahre brauchten.
Rom und seine Umgebung
Rom, die Hauptstadt Italiens, hat heute zwei Millionen Einwohner. Es liegt beiderseits des Tibers (Ttvere) auf 12° 30' östlicher Länge und etwa 42° nördlicher Breite.
Außerhalb der Stadt erstreckt sich die Campagna di Roma im Westen bis an das etwa 20 km entfernte Mittelmeer, im Osten bis zu den Sabiner Bergen und im Süden bis zu den Albaner Bergen. Der Boden besteht hier aus verwitterter Lava und Tuffstein aus dem Tertiär, als die Berge der Umgebung noch tätige Vulkane waren. Die Ebene wurde als Weideland für Rinder- und Schafherden benutzt, bis die Römer sie mit Hilfe künstlicher Bewässerung in fruchtbares Ackerland verwandelten.
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