Bővebb ismertető
Wenn wir von romanischen Bauwerken sprechen, so wird wohl zuerst an die groBartigen Baudenkmale des elften und zwölften Jahrhunderts - die Döme von Speyer und Worms, das Eifelkloster Maria Laach - gedacht. Weniger bekannt sind zahlreiche selten besuchte Klöster, Burgen, Dorfkirchen und vereinzelte Wohnbauten in unserer Heimat. Gerade sie bereichern das geschichtliche und künstlerische Bild der Romanik. Die weltlichen Machthaber, Kaiser, Könige, Fürsten und deren Beamte, sind Auftraggeber von Pfalzen und Burgen. Bischofsburgen und ihre Döme und Klöster mit groBem Grundbesitz verkörpern dagegen die kirchliche Macht. So zeigt sich in den romanischen Bauwerken die gesellschaftliche Struktur des Feudalismus. Der Besitz an Grund und Boden verband die Interessen und die Politik von Kaiser und Kirche; dies bedingte eine Wesensverwandtschaft zwischen Sakral- und Profanbauten der herrschenden Klasse. Zwar sind die Merkmale der Romanikan der kirchlichen Baukunstam klarsten zu erfassen, jedoch rücken heute mehr und mehr die bisher weniger beachteten Profanbauten in das Blickfeld der Forschung, da sie zur Vertiefung des Geschichtsbildes der feudalen Gesellschaftsordnung beitragen. Die Epoche der Romanik umfaBt etwa die Zeit vom elften bis zum Anfang des dreizehnten Jahrhunderts. Die Herleitung des Wortes romanisch" von römisch" erklart sich daraus, daB dieser Stil Motive der römischen Kunst - wie Rundbögen, Saulén, Wölbung - verwendete. Den Bauten der Romanik gehen die der karolingischen und der ottonischen Kunst voraus. Die karolingische Kunst (um 750 bis 900) wird durch die Macht Karls des GroBen bestimmt. Der hervorragendste Bau ist die Aachener Pfalzkapelle, die Krönungsstatte der deutschen Kaiser. Dieser Zentralbau erhebt sich über einem GrundriB, der auBen sechzehn- und innen achteckig ist. Ein quadratischer Ostchor und eine westliche Vorhalle geben dem Mittelraum Richtung. Der zu ihm sich öffnende Umgang tragt die Empore mit dem Sitz des Herrschers, dem Thron des Kaisers. Zweigeschossige Bogenstellungen grenzen die Empore zum Hauptraum ab. Die darüber aufsteigende, von Fenstern durchbrochene Mauer bildet das dritte GeschoB des Baues. Der komplizierte Raum und die der Pfalzkapelle von Ravenna in Oberitalien entnommenen und hier wieder verwendeten Saulén sind ein künstlerischer und politischer Rückgriff auf das oströmische Kaisertum. Die Hauptform des mittelalterlichen Kirchenbaues ist neben zahlreichen einfachen Saalkirchen die dreischiffige, ebenfalls nach Osten gerichtete Basilika. Zu den altesten dieses Typs in Deutschland gehören die Kirchen in Seligenstadt am Main, in Höchst und die Einhartsbasilika in Steinbach (Odenwald). Der Klosterplan von St. Gallen (um 820) gibt AufschluB über die Anlage einer frühmittelalterlichen Basilika und erstmalig über dieAnordnung der Klosterbauten. Dieser Idealplan ordnet wohlüberlegt die einzelnen Wohn- und Wirtschaftsgebaude ihrer Hf