Bővebb ismertető
Einleitung.'§ 1. Die Aufgabe der romanischen Sprachwissenschaftist es, die Entwicklung der romanischen Sprachen aus ihren Quellensprachen darzulegen und die Gesetze dieser Entwicklung festzustellen. Die Lautübergänge finden nämlich nicht sporadisch statt, sondern mit grosser Beständigkeit; unter gleichen Bedingungen erfährt ein und derselbe Laut stets gleiche Behandlung; diese Behandlungsart eines Lautes nennt man ein Lautgesetz. Von einem Naturgesetz unterscheidet sich ein solches dadurch, dass es nicht immer und überall wirkt, sondern an eine bestimmte Zeit und einen bestimmten Ort gebunden ist.So ist es z. B. ein Lautgesetz, dass lat. c vor a zu cJi (gespr. ts später 5) wird; dieses Gesetz gilt aber nur für ein bestimmtes Gebiet, nämlich einen Teil Frankreichs: cantare chanter, (während z. B. das ital. cantare, das span. cantar hier das c (k) bewahrt haben), und auch nur für eine bestimmte Zeit, denn wird etwa in unserer Zeit ein lat. Wort mit ca- entlehnt, so behält es das c (k) bei: carbonate.Trotz dieser Beständigkeit der Lautgesetze giebt es doch auch Ausnahmen davon, die ihren Grrund in psychologischen Momenten haben, welche ihre Wirk-' Vergleiche auch Sammlung Göschen Nr. 59, Indogerm. Sprachwissenschaft von R. Meringer, I. Hauptst,