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Römische Spaziergänge [antikvár]

Henry Beyle, Stendhal

 
EINLEITUNG Die vorliegende Verdeutschung der „Promenades dans Rome" will eine Ehrenschuld Deutschlands gegenüber einem der berühmtesten Reisewerke des 19. Jahrhunderts abtragen, das in Frankreich längst den Rang eines Standard work einnimmt und von dem auch Italien schon seit Jahren eine Übersetzung1 besitzt, während die deutschen Rompilger bisher auf das Original angewiesen waren, das in extenso veraltet und mit seinen zwei starken, eng und schlecht gedruckten Bänden kein bequemer Reisebegleiter ist. Nur ein paar Bruchstücke...
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EINLEITUNG Die vorliegende Verdeutschung der „Promenades dans Rome" will eine Ehrenschuld Deutschlands gegenüber einem der berühmtesten Reisewerke des 19. Jahrhunderts abtragen, das in Frankreich längst den Rang eines Standard work einnimmt und von dem auch Italien schon seit Jahren eine Übersetzung1 besitzt, während die deutschen Rompilger bisher auf das Original angewiesen waren, das in extenso veraltet und mit seinen zwei starken, eng und schlecht gedruckten Bänden kein bequemer Reisebegleiter ist. Nur ein paar Bruchstücke daraus erschienen bereits 1831 in einer längst vergriffenen Verdeutschung2, die dem etwas locker gefügten Original eine deutsche Bearbeitung wünschte, „welche die zerstreuten Materialien ordne, sichte und durch Hinzufügung dessen, was sich Zweckdienliches in deutschen Werken über Italien findet, eine auch für Nichtreisende belehrende und veranschaulichende Monographie dieses Landes zutage fördere". Dieser Wunsch ist erst jetzt in Erfüllung gegangen, wie Stendhal es selbst prophezeit hatte: „Ich werde erst um 1900 gelesen werden." I. ENTSTEHUNG DES WERKES Stendhal kam zum erstenmal im Jahre 1811 nach Rom — nicht 1802, wie er schreibt, offenbar, um ein sittengeschichtliches Bild vom Anfang des 19. Jahrhunderts einzuflechten. Er besuchte es wieder in den Jahren 1816, 1817 und 1823 bis 1827. Von 1828 bis 1829 wohnte er in Paris und brachte in Gemeinschaft mit seinem Vetter Romain Colomb die „Römischen Spaziergänge" zu Papier3. Sie sind also alles andere als Aufzeichnungen „an Ort und Stelle oder am Abend nach der Heimkehr vom Ausflug", wie er schreibt; sicher aber sind sie aus zahlreichen Briefen und Tagebuchnotizen entstanden, ganz ähnlich wie Goethes „Italienische 1 Unter dem hübschen Titel: „Roma di Stendhal", Rom 1906 (Roux et Viarengo), mit einer großen Anzahl von Nachbildungen nach Kunstwerken und alten Stichen. 2 Über Frankreich, Italien und Spanien von Fievee, Stendhal und Rothalde. Mitgeteüt und eingeleitet durch F. W. Carov6. Leipzig 1831 (S. 35—80). 3 Brief an den Baron von Mareste vom 10. März 1829. I Sten dhal, Römische Spaziergänge

Termékadatok

Cím: Römische Spaziergänge [antikvár]
Szerző: Henry Beyle Stendhal
Kiadó: Verlegt bei Eugen Diederichs
Kötés: Aranyozott gerincű kiadói vászonkötés
Méret: 130 mm x 200 mm
Henry Beyle művei
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