Bővebb ismertető
Vorwort
Als kurz vor Kriegsbeginn auf Anregen des Verlages mit dem vorliegenden Röntgen-Atlas der Erkrankungen des Magen-Darmkanals und der Gallenblase begonnen wurde, der die Röntgen-Diagnostik der inneren Krankheiten als Fortsetzung der bereits erschienenen Atlanten über Lungen- und Herzkrankheiten von B r e d n o w vervollständigen sollte, konnte niemand voraussehen, welche Schwierigkeiten der Drucklegung im Wege stehen würden. Mehrfach wurden die Druckstöcke und Vorlagen durch die Kriegsereignisse beschädigt und zum Teil sogar zerstört, wertvolles Material ging hierdurch verloren und mußte ersetzt werden. Trotzdem blieb durch glückliche Zufälle das Buch vor der Vernichtung bewahrt.
Das Erhaltenbleiben des umfangreichen, in jahrelanger Arbeit zusammengetragenen Röntgen-Materials, das auf mehreren Internationalen Facharzt-Fortbildungskursen in Breslau demonstriert wurde, ist in der jetzigen Notzeit deshalb besonders bedeutsam, weil heute vielfach die Möglichkeit fehlt, durch Bücherstudium die Kenntnisse zu erweitern und zu vertiefen. Der vorliegende Röntgen-Atlas der Erkrankungen des Magen-Darmkanals und der Gallenblase soll dem behandelnden Arzt einerseits die diagnostischen Möglichkeiten der praktischen Röntgenologie und ihre Grenzen vermitteln und ihm andererseits eine Hilfe bei der Deutung und kritischen Bewertung der Röntgen-Bilder seiner Kranken sein. Dem Lernenden soll der Röntgen-Atlas die notwendigen Anregungen zum Studium dieses Spezialgebietes geben und ihm als röntgen-diagnostischer Leitfaden der am häufigsten zur Beobachtung kommenden pathologischen Veränderungen am Magen-Darmkanal und der Gallenblase dienen.
Möge das Buch — nachdem unsere Breslauer Klinik aufgehört hat, eine deutsche Forschungs-und Lehrstätte zu sein — als vielleicht letztes Zeugnis von der gerade an dieser Stelle bevorzugt entwickelten Röntgen-Diagnostik der Magen- und Darmerkrankungen Kunde geben.
Für das Gelingen dieses Werkes schulden die Verfasser dem Verlag, der alle auftretenden Schwierigkeiten immer wieder zähe überwand, insbesondere Herrn Dr. med. h. c. Eduard Urban, großen Dank. Besondere Anerkennung gebührt Fräulein Ilse Bettin gen, die an der technischen Ausgestaltung des Buches wirksam und unermüdlich mitgearbeitet hat.
Prof. Kuhlmann Dr. Rating Mölln/Lauenburg, Duisburg-Ruhrort, im Herbst 1949