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VORWORTIm Jahre 1951 wurde ich gebeten, das Manusliript des 1950 verstorbenen Kollegen Loepp durchzusehen und druckreif zu gestalten. Es hatte Loepp zu Lebzeiten als Ziel vorgeschwebt, ein Lehrbuch der Kraniologie herauszubringen. Mit großem Eifer und gutem Bedacht hat er gesammelt, was für diese Aufgabe zweckmäßig erschien. Schon ein kurzer Einblick in die vorhandenen Zusammenstellungen, welche seine Tochter Dr. med. Ingeborg Loepp als Vermächtnis ihres Vaters treu behütet hatte, weckte mein Interesse und stärkte in mir den Wunsch, das vorhandene Werk zu Ende zu führen. Mir selbst war Loepp zu Lebzeiten nie begegnet, aber Teschendorf-Köln schreibt über seine Persönlichkeit folgende Zeilen:Willy Loepp ist einer der wenigen Pachröntgenologen, die aus einer Allgeniein-praxis hervorgegangen sind. Er unterbrach seine große Praxis in Tiegenhof bei Danzig jährlich auf 2 Monate, um sich an der Med. Klinik in Königsberg/Pr. und später am Strahleninstitut der Allgemeinen Ortskrankenkasse Köln sowie an anderen Kliniken fortzubilden. Insbesondere zeigte er ungewöhnliche Fähigkeiten auf dem Gebiet der Röntgenologie, so daß er 1930 als Pachröntgenologe an das Krankenhaus der Barmherzigkeit in Königsberg/Pr. berufen wurde und sich kurz darauf an der Königsberger Albertus-Universität für das Fach der Röntgenkunde habilitierte.Loepp zeichnete sich durch ungewöhnliches fachliches Wissen imd erstaunliche Arbeitsenergie aus, die bis an sein Lebensende unvermindert anhielt.Er bearbeitete mit besonderem Interesse die Erkrankungen des knöchernen Schädels und sammelte ein ungewöhnlich großes Material von Röntgenbildern und Krankheitsfällen, das er systematisch nach verschiedensten Gesichtspunkten geordnet hat. Auf Grund des außergewöhnlichen Umfangs dieses Materials faßte er den Entschluß, diese Sammlung zu beschreiben und in einem imifassenden AVerk zu veröffentlichen, weil es eine ähnliche Darstellung in der deutschen und der von ihm übersehenen Weltliteratur noch nicht gab.Der unglückliche Ausgang des Krieges und die Vertreibung aus seiner Heimat beraubten ihn sämtlicher Röntgenaufnahmen und eines Teils der schriftlichen Niederlegungen. Als er in Heiligenhafen/Holstein einen neuen Wirkungskreis gefunden hatte, ging er sofort daran, sein Werk zu erneuern, und faßte die verlorengegangenen Abschnitte neu ab. Das verlorene große Gut an Röntgenfilmen mit krankhaften Schädelveränderungen ersetzte er dadurch, daß er die Sammlungen großer Kliniken und Krankenhäuser Westdeutschlands, die ihm bereitwilligst von deren Leitern zur Verfügung gestellt wurden, sichtete und das geeignete Material hieraus für seine Zwecke entnahm. Er hat nicht mehr selbst alle Stellen aufgezeichnet. Wir können daher nur denjenigen danken, von denen wir wissen, daß sie ihm diese Arbeitserlaubnis gewährt und Material zur Verfügung gestellt haben.In erster Linie sind die Kliniken von Frankfurt a. M. (Prof. Blohmke), Munster (Prof. Rohrschneider) und Göttingen (Prof. Ergelett) sowie die Städtischen Krankenanstalten von Nürnberg (Dr. Hammer), das Krankenhaus von St. Georg in Hamburg