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1Drückende Hitze herrschte in dem kleinen Friseursalon in der Lily Road in Paddington, und Madame Justins Stimmung wurde immer gereizter. Halb fünf, und Mrs. Lotus-Smith war noch nicht erschienen. Lächerlich, daß eine nichtstuende Frau ständig zu ihren Verabredungen zu spät kommen mußte! Aber in Madame Justins Augen waren nichtstuende Frauen unweigerlich ein Ärgernis, an das sie keine Zeit verschwendete. Sie selbst hatte sich seit ihrem vierzehnten Lebensjahr ehrlich ihren Unterhalt selbst verdient und konnte mit berechtigtem Stolz sagen, daß sie selten für jemanden ein Ärgernis war - nicht einmal für sich selbst. Mrs. Lotus-Smith hatte allerdings auch ihre guten Seiten, und eine davon war, daß sie anständige Trinkgelder gab. Rosalie, die ihr das Haar färbte, und Brian, der es mit Hilfe der kleinen June legte, hatten daher nichts dagegen, auch etwas länger zu bleiben. In diesem nicht gerade eleganten Teil von London war ein wirklich gutes Trinkgeld eine Seltenheit.Madame Justin seufzte und putzte sich die Nase. Ausgerechnet sie mußte sich eine Erkältung holen! Jetzt, im Hochsommer, eine Erkältung! Ihr Kopf schmerzte, ihre Nasenschleimhäute waren entzündet, und Rücken und Arme waren steif. Diana, die neben ihr damit beschäftigt war, telefonische Anmeldungen anzunehmen, lächelte teilnahmsvoll.Na ja, wenigstens florierte der Salon. Es war Justins Idee gewesen, das Geschäft zu kaufen, und er hatte sie gegen den Rat von Freunden und Verwandten durchgeführt. Er hatte seine gutbezahlte Stellung im Maison Gilmot in der Nähe der Bond Street aufgegeben, was damals unsinnig schien, doch hatte er recht gehabt - wie fast immer. Er war wirklich ein hervorragender Friseur. Madame seufzte5