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ARGENTINIEN
CHAMICO
Warum Volkszählungen nie stimmen
Eine Behausung, halb Bauernhof, halb städtisches Haus, zwischen Straße und Viehgehege. Eine Drahtumzäunung, und dahinter ein kleiner Hund, der, sobald der Besucher in die Hände klatscht, bellt, als ob er groß wäre. Hinter dem Hund erscheint eine Dame, über die mittleren Jahre schon hinaus, und zupft sich das iCleid zurecht. „Guten Tag, gnädige Frau, ich komme wegen der Volkszählung."
„Wegen der Volkszählung? Welch angenehme Überraschung! Treten Sie ein, junger Mann, treten Sie ein. Wie leid es meinen Töchtern tun wird, daß sie nicht zu Hause sind Die Mädchen haben das ja so gern " „Volkszählungen, gnädige Frau?"
„Überhaupt Besuche gebildeter Personen, mein Herr." „Vielen Dank, gnädige Frau. Haben Sie den Fragebogen ausgefüllt?"
„Welchen Fragebogen ? Ach, ja! Dieses Formular ? Ich bin ganz verwirrt. Da uns doch jeden Tag Formulare ins Haus kommen, Drucksorten und Reklamen Die Leute sind jetzt ganz aufs Papier versessen! Wenn man alles kaufen wollte, was einem angekündigt wird, würde die Zeit gar nicht ausreichen. Ist's nicht so ?"
„Jawohl, gnädige Frau, die Zeit fliegt. Wollen Sie jetzt die Güte haben, mir den Fragebogen zu geben?" „Wie peinlich! Aber Sie werden gütigst entschuldigen. Als wir ihn nämlich ausfüllten, schüttete mein Neffe, der Sohn meiner verwitweten Schwester, dieser Teufelskerl, das Tintenfaß darauf, das uns der Krämer von der Ecke geborgt hatte. Wie unangenehm, nicht wahr ?" „Das macht nichts, gnädige Frau, hier habe ich einen
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