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mir scheint alle kunst* nur kunst* für heute zu sein wenn sie nicht kunst* gegen heute ist sie vertreibt die zeit - sie vertreibt sie nicht! der wahre feind der zeit ist die spräche sie lebt in unmittelbarer Verständigung mit dem durch die zeit empörten geist hier kann jene Verschwörung zustande kommen die kunst* ist die gefälligkeit die von der spräche die worte stiehlt lebt in der gnade der zeit kunst* kann nur von der absage kommen nur vom aufschrei nicht von der beruhigung die kunst* zum trost gerufen verläßt mit einem fluch das Sterbezimmer der menschheit sie geht durch hoffnungsloses zur erfüMung karl kraus, nachts, aphorismen der reine kern der weit heißt unbeschützt und aller sinn gleicht einer blinden magd die unverletzt die letzte mutter ist konrad weiß wo aber herr ein jungfräulicher unbeschlafenen ohrs läge bei deinem klang > er stürbe an Seligkeit oder er trüge unendliches aus und sein befruchtetes hirn müßte bersten an lauter geburt rainer maria rilke aufzeichnungen des malte laurids brigge je mehr macht desto nichtssagender wird der Wortschatz * für kunst" theologie" einsetzen heinrich böll, frankfurter Vorlesungen