Bővebb ismertető
VorwortMein Vater war Förster in der Schorfheide, und ich bin dort sozusagen mit den Hirschen aufgewachsen. Ich begleitete ihn auf Waldgängen, half beim Füttern, kutschierte auf Pürsch-fahrten, drückte Dickungen durch und widmete die Osterferien dem Stangensuchen. Was Wunder, daß ich dem Rotwild und mit ihm dem Wald von Jugend auf verfallen war und noch heute bin. Damit war auch mein beruflicher Werdegang vorgezeichnet: Ich wurde praxisverbundener Vertreter des Waldbaus und der Jagdkunde in Forschung und Lehre und suchte Wald und Wild nicht als Gegensätze, sondern als echte Lebensgemeinschaft zu begreifen und darzustellen, als eine Lebensgemeinschaft, in der das Verhältnis Wald Wild so gestaltet ist, daß sowohl die jagdlichen wie die forstlichen Interessen zu ihrem Recht kommen. Das ist letztlich das zentrale Problem, das auch über die Zukunft des Rotwildes in der Zivilisationslandschaft entscheidet.So wendet sich dieses Buch einerseits an die Jäger, die sich dessen bewußt sein müssen, daß sie die Jagd nicht nur zu ihrem Vergnügen ausüben, sondern daß sie zu ihrem Teil zur Vermeidung der Wildschäden in Wald und Feld bei gleichzeitiger qualitativer Verbesserung des Wildstandes beizutragen haben. Zum anderen wendet es sich an die Forstleute, deren Aufgabe es ist, den Wald nicht nur zu bewirtschaften, sondern auch vor Schaden zu bewahren. Die Forstwirtschaft der letzten 1 Vz Jahrhunderte hat die Wälder in weiten Gebieten zum NachteU des Wildes, aber auch zum Nachteil der Wälder selbst letztlich auch zum Nachteil der Menschen - tiefgreifend verändert. Sie hat andererseits auch die Möglichkeit, die Wälder und damit die Lebensbedingungen des Wildes so zu gestalten, daß beide Wald und Wild ohne nennenswerte gegenseitige Beeinträchtigung miteinander leben und gedeihen. Waldbau und Jagd werden somit in ihrem Zusammenwirken zu einer echten Kulturaufgabe.Einem solchen Grundanliegen entsprechend habe ich dieser ganzen Problematik und allem, was damit an biologischen Grundlagen und praktischen Maßnahmen unmittelbar oder mittelbar im Zusammenhang steht, einen verhältnisniäßig breiten Raum gewidmet. Das erforderte zwangsläufig gewisse Beschränkungen auf anderen Gebieten. So wird mit Sicherheit der eine Leser dieses, der andere jenes vermissen oder ausführlicher behandelt wünschen und umgekehrt manches für weniger interessant und überflüssig oder als zu ausführlich ansehen. Aber letztlich ist es ja der Autor, der dem Buch sein eigenes Gepräge geben muß. Wenn man bedenkt, daß es beispielsweise allein über Verhaltensweisen des RotwUdes oder Entwicklung und Aufbau des Geweihs spezielle Bücher mit Hunderten nur der wichtigsten Quellenangaben gibt,