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Mit der Verwegenheit dessen, der nichts zu verlieren hat, reist ein Mann quer durch Polen und sucht seine Frau. Such du deine Frau in Polen. Das mag weit entfernt sein von einfach. Jemand habe, sagte ihm einer, der es von einem zweiten hatte, der es von einem dritten hörte im Vorüberhasten auf einem Bahnsteig mitten im Lärm und zwischen zwei Zügen und hofft, sich nicht getäuscht zu haben, seine Frau gesehen, Ruth. Sie sei gewesen wie früher. Das schwarze Haar glatt, zurück, in der Mitte gescheitelt.Lange Perioden des Nachdenkens schließt der Mann mit lauten Äußerungen ab. So sagt er zum Beispiel ganz unvermittelt, angenommen zu Mitreisenden in einem Eisenbahnwaggon, der für Vieh gedacht ist: Genauso könnte man sagen, das ist eben das Leben." Oder er sagt, angenommen zu einem äußerst schweigsamen Bauern, dessen Wagen er besteigen durfte, man durchquert einen wilden Wald, der still ist: Genauso könnte ich fragen, wozu das alles." Mehrere Male gesteht er fremden Leuten, zuletzt im Wartesaal von Tschenstochau, er sei nun reif, ein Buch zu schreiben. Als Titel schlage er vor: ABER DAS FLEISCH IST SCHWACH. Diese Mitteilung wird jedesmal kräftig belacht.Darüber hinaus ist der Mann entschlossen, falls er seine Frau findet, sich den Wonnen eines nichtigen Lebens anheimzugeben. Eine Stammkneipe muß her. Einen schönen Roman möchte er vor der Nase haben. Eine Zigarre zwischen den Lippen. Unseren linken kleinen Finger werden wir mit einem Ring verzieren. Ein Hut soll aufs Haar. Was könnte5