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VORWORT
Die hier vorliegende rücklaufige Zusammenstellung des deutschen Wortschatzes unserer Zeit entstand als Nebenprodukt einer anderen Arbeit. Die eigentliche Aufgabe bestand darin, den deutschen Wortschatz für eine mascliinelle Verarbeitung von Informationen zu speiehern. Unter diesem Gesichtspunkt war auch das Wortmaterial ausgewahlt. Um die viel-fáltigen Mögliehkeiten maschineller Verfahren zu demonstrieren, wurde ein geringer Teil des Wortmaterials zu einer rücklaufigen Wortliste sortiert und Fachleuten vorgelegt. Prof. Dr. Wolfgang Steinitz gab daraufhin die Anregung, das einmal gespeicherte Material für ein vollstandiges rückláufiges Wörterbuch auszuwerten, zumal ein solches Wörterbuch der deutschen Sprache noch niclit existiert. Prof. Dr. Georg F. Meier förderte, unterstützt von Dr. Erhard Agricola, dieses Vorhaben wissenschaftlich und organisatorisch. Das Wortmaterial wurde von einer gründlich überarbeiteten Vorlage (Elög Halász: Deutsch-Ungarisches Wörterbuch) abgeschrieben, wofür eine Schreibmasehine mit Lochbandstanzer verwendet wurde (SE L4 und SE L5, Mercedes, Zella-Mehlis, bzw. Streifenschreiber mit Empfangslocher, RFT Karl-Marx-Stadt). Der dabei gewonnene Lochstreifen wurde, um eine Sortierung vom Wortende her zu ermöglichen, rückwarts in ein Bandabfühlgerat ein-gelesen (Lecteur de bande, Bull, Paris). Die vom Band abgefühlten Impulse liefen über Pro-grammsteuerung in einen Motorlocher, der sie auf Lochkarten übertrug (Pelerod MC, Bull, Paris). Zur einfacheren Handhabung bei Korrekturen wurden diese Karten im Lochschrift-übersetzer noch beschriftet (Traductrice, Bull, Paris). In einer alphanumerischen Tabellier-maschine (Tabulatrice, Bull, Paris) wurden sie danach, noch alphabetisch vorwarstlaufend, als Korrekturliste niedergeschrieben. Zu diesem Zeitpunkt erfolgten nochmals Erganzungen und Eliminationen. Danach wurden diese Lochkarten, auf denen die Wörter verzeichnet waren, in Sortiermaschinen vom Wortende her, alsó rücklaufig, alphabetiseh sortiert (Sor-tiermaschine 431, BWS, Sömmerda). AnschlieliSend wurden über die Záhlwerke einer Tabelliermaschine bestimmte statistischeUnlersuchungenvorgenommen (Tabelliermaschine 401, BWS, Sömmerda). Danach konnte das rücklaufige Wörterverzeichnis in der alphanumerischen Tabelliermaschine ausgedruckt werden. Diese Vorlage wurde im VEB Verlag Enzyklopadie Leipzig gründlich durchgesehen, wobei aus den reichhaltigen Wortsamm-lungen dieses Verlages noch manche wertvolle Erganzung aufgenommen werden konnte. Bei den maschinellen Arbeiten hatte ich die Hilfe der Mercedes-Büromaschinen-Werke AG, Zella-Mehlis, sowie folgender Berliner Betriebe und Institutionen: Haupttelegraphenamt, Organisationsabteilung des Ministeriums für Inner- und AuBerdeutschen Handel, VEB Maschinelles Bechnen, VE Rechenbetrieb Binnenhandel sowie besonders das Rechen-zentrum der Staatlichen Plankommission.
Bei der Programmierung der Maschinen hatte ich die Unterstützung von Karín Elvers für die erste Versuchsreihe sowie die bewahrte Hilfe von Claus Telschow für endgültige Ausführung. Bei den abschliefienden Korrekturen halfen Mafga Klussmann, Regine Born und Barbara Schmidt. Die Hauptlast der Arbeiten, námlich das übertragen des Wortschatzes auf Lochband, das Vergleichslesen sowie die Kontrolié der Tabellierlisten, trug Barbara Mater.
Allén hier genannten Personen und Institutionen bin ich zu grofSem Dank verpflichtet.
Berlin, Dezember 1964
Dr. Erich Mater