Bővebb ismertető
Vorwort
Der Wunsch, sich die Kunst der Ikonen zu erschließen, ist heute ein Anliegen vieler; Kunstfreunde und Kunstkenner suchen die Ikonen zu verstehen. Diese für die Länder Südosteuropas charakteristischen Kunstwerke wurden dem großen PubHkum verhältnismäßig spät, erst durch die Forschungen der letzten Jahrzehnte, nahegebracht. Ursprünglich sowohl Kultgegenstand als auch Kunstwerk, sind die Ikonen über das weite Einzugsgebiet byzantinischer Kirnst und Kultur verbreitet, das die ganze Balkanhalbinsel und das alte Rußland umfaßt, mit Ausstrahlungen in den Süden Polens, die Slowakei, nach Georgien, Armenien, Libyen, Syrien und Abessinien. Die Geisteshaltung der mittelalterlichen Welt widerspiegelnd, sind sie recht eigenthch geschichtliche Quellen zum Verständnis der Denkungsart dieser Epoche. Rührend in der aufrichtigen Wiedergabe des Empfindens, beeindrucken manche Ikonen durch hervorragend künstlerische Auffassung und technische Vollendung. Im Verein mit der Wandmalerei und den Stickereien bilden die Ikonen einen der kostbarsten Schätze im Kulturerbe des rumänischen Mittelalters. Obgleich in zahlreichen Wiedergaben, besonders in Zeitschriften, veröffentlicht, sind die Ikonen noch immer nicht zum geistigen Besitz des großen Publikums geworden, weder in Rumänien selbst noch im Ausland. Die schon früher, besonders aber in den letzten Jahren, jenseits der Landesgrenzen gezeigten Ausstellungen rumänischer mittelalterhcher Kunst haben das Interesse für rumänische Ikonen in steigendem Maße geweckt. Um ihm entgegenzukommen, bietet vorliegender Band eine Auswahl erlesener Ikonen, Werke einheimischer Meister, die im Handwerklichen wie in der Auffassung die glänzende Tradition der byzantinischen Kunst fortsetzen, einer Kunst, deren Niedergang um die Mitte des 15. Jahrhunderts mit dem Fall Konstantinopels und dem Beginn der Türkenherrschaft gleichzusetzen ist.