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HOLZMALEREI Der Bezirk Kowernino (Gebiet Gorld) wurde durch sein Kunstgewerbe seit ziemlich langer Zeit her berühmt. Seine Bewohner fertigten von alters her bemaltes Holzgeschirr und gedrechseltes Spielzeug, schnitzten Holzlöffel und malten Ikonén. Auch heute werden hier liebevoll die volkstümlichen Traditionen gepflegt und Gebrauchsgegenstánde und Souvenirs hergestellt, die in der ganzen Welt bekannt sind. Die Erzeugnisse aus Chochloma (Wolgaclorf, gegründet Ende des 17. Jahrhunderts) sind zutiefst national und originell in der Zusammenstellung der Farben, in den Motiven der Ornamente und der Technologie der Herstellung. Zuerst wird die Form aus dem Holz gedrechselt, dann die von Farben unberührte helle Fláche grundiert, mit Ölfirnis getránkt und von Hand mit Aluminiumpulver eingerieben. Auf die so vorbereitete silberne Oberfláche wird mit Ölfarben ein improvisiertes Muster in der Technik der freien Pinselmalerei aufgetragen. Die bemalten Erzeugnisse bedeckt man mit einigen Schicliten von Speziallack und stellt sie zum Hárten in den Ofen. Bei hoher Temperatur verwandelt sich das Aluminiumpulver unter der Lackschicht in leuchtendes Gold, und das Erzeugnis erflammt in hellen Farben. In der Chochlomaer Holzmalerei gibt es Motive, die auf Ornamente der altén Rus zurückgehen. Die berühmten russischen Matrjoschkas, die zu einem nationalen Souvenir wurden, kennt und liebt man in vielen Lándern. Dieses einfache Spielzeug ist noch jung: Zum ersten Mai wurde es im Jahre 1900 auf der Weltausstellung in Paris gezeigt. Die Matrjoschkas werden in Semjonow, Sagorsk und anderen Stáclten hergestellt, Weiches Holz (meist Linde) wird zuerst auf der Drechselbank bearbeitet, und die entstandene Form wird dann mit Anilin- oder Ölfarben bemalt. So werden die Matrjoschkas mit hellen Gewándern und Tüchern bekleidet. Für die Figuren aus Semjonow ist eine Bemalung mit Stráufóen von Rosen oder Vergifómeinnicht kennzeichnend. Die Erzeugnisse mit Gorodezer Bemalung (Stadt Gorodez, Gebiet Gorki) bewahren die Züge nationaler Eigenart und nationalen Kolorits. Im 19. Jahrhundert wurden in den Dörfern ura Nishni Nowgorod am FI ufó Usola Spinnráder hergestellt, die von schmuckvoller und lebhafter Maierei mit Sujets aus dem kaufmánnischen, báuerlichen und stadtischen Leben verziert waren. Heute schmückt die Gorodezer Maierei - deren unverwechselbare Besonderheit in ihrem reinen, ungefárbten Grund besteht - Kindermöbel, kleine Truhen, Schatullen und Küchenbretter. Die Produktion der bemalten gedrechselten Erzeugnisse aus Polchow-Maidan (Dorf im Gebiet Gorki) kam zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf. Es ist alsó ein verháltnismáfóig junges Gewerbe. Endgültig bildete sich der Stil der Maierei aus Polchow-Maidan in den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts heraus. Seit den dreifóiger Jahren werden für die Bemalung der Erzeugnisse an Stelle von Ölfarben Anilinfarben verwandt, mit denen die Arbeit weniger zeitraubend ist. Die Polchow-Maidaner Bemalung wird durch das Auftragen von hocliroten, gelben und blauen Farbflecken ausgeführt. Die übereinander aufgetragenen Farben ergeben innerhalb der mit der Tusche gezogenen Konturlinie der Maierei intensive Farbtöne.