Bővebb ismertető
Vorwort
Jahr für Jahr zieht es zahllose Wanderer,
Bergsteiger und andere Erholungsuchende
in unser Wandergebiet. Elbsandsteingebirge
nennen es die Geographen, doch der Volks-
mund hat sich die vermutlich von den beiden
Schweizer Malern Adrian Zingg (1734-1816)
und Anton Graft (1736-1813) geprägte Be-
zeichnung „Sächsische Schweiz" zu eigen
gemacht, die auch zum Namen des Land-
schaftsschutzgebietes geworden ist, das
nach neuesten Festlegungen eine Fläche von
368,1 km2 umfaßt. 1956 hat der Rat des Be-
zirkes Dresden die entsprechenden Schutz-
maßnahmen getroffen, um das Erholungs-
gebiet mit seinen landschaftlichen Schön-
heiten zu erhalten. Durch das Landeskultur-
gesetz von 1970 wurde dies weiter unter-
stützt. Die weitere Pflege und Entwicklung
des Gebietes war auch Anliegen des ersten
Landschaftstages „Sächsische Schweiz",
der im September 1977 in Bad Schandau
stattfand. Er hatte die Aufgabe, den Wert
dieser Landschaft für das Erholungswesen
einzuschätzen und die weitere Perspektive
für die nächsten Jahre festzulegen. Danach
wird die Sächsische Schweiz in noch stärke-
rem Maße als bisher auf die Erholungs-
funktion ausgerichtet. Durch Rekonstruk-
tionsmaßnahmen der verschiedensten Art
soll der Erholungswert weiter verbessert, vor
allem aber gesichert werden. Ein großzügig
im Aufbau befindliches Landschaftsmu-
seum auf der Festung Königstein wird ferner
ab 1979/80 allen Besuchern der Sächsischen
Schweiz die Möglichkeit bieten, vertieften
Einblick in die Naturausstattung und die
gesellschaftliche Entwicklung dieser Land-
schaft zu nehmen.
Über die Attraktivität des Erholungsgebietes
Sächsische Schweiz und zugleich über die
Urlauberbetreuung in diesem Raum mögen
einige Zahlen Auskunft geben. Der FDGB-
Feriendienst als Hauptträger des Erholungs-
wesens verfügte 1977 in 28 Orten der Säch-
sischen Schweiz über mehr als 6100 Betten
in 15 Erholungsheimen und 50 Vertrags-
häusern. In 118 Betriebsferienheimen stan-
den über 5500, in 7 Jugendherbergen und
einigen Wanderquartieren 880 Betten bereit.
Rund 6000 Plätze zählten die Kinderferien-
lager, weitere über 1000 Stellplätze erwarte-
ten die Besucher in den Campinglagern der
Sächsischen Schweiz. Alles in allem: nahezu
20000 Erholungsplätze (=38% der Beher-
bergungskapazität des gesamten Bezirkes
Dresden) und in einem Jahre 2,5 Millionen
Urlauber. Das aber wiederum bedeutet eine
Urlauberdichte von 7000 je Quadratkilometer
und in einem Gebiet von 42000 Einwohnern
ein Verhältnis von rund 60 Feriengästen pro
Kopf der einheimischen Bevölkerung. Viele
Besucher aus den befreundeten sozialisti-
schen Ländern haben seit der Einführung des
visafreien Reiseverkehrs Gelegenheit, sich in
der Sächsischen Schweiz zu erholen, aber
auch die Zahl der Gäste aus kapitalistischen
Ländern nimmt laufend zu.
Wie stark die Zahl der Urlauber und Wochen-
endausflügler in der Sächsischen Schweiz
gestiegen ist, können statistische Angaben
nur andeuten. Hier sei nur darauf hingewie-
sen, daß sich in der Sächsischen Schweiz im
Jahre 1975 allein 57 800 FDGB-Urlauber er-
holten. Die Zahl der Basteibesucher hatte vor
der Rekonstruktion des gesamten Ge-
bäudekomplexes an manchen Sommer-
tagen schon mehr als 20 000 betragen, wobei
auf den Parkplätzen und Zufahrtsstraßen
etwa 300 große Autobusse sowie über 2000
Personenkraftwagen und Motorräder gezählt
werden konnten. Die Festung Königstein
wird von mehr als 500 000 Menschen im Jahr
aufgesucht. Neun Millionen sind bereits weit
überschritten, seit sich 1955 ihre Tore für den
Fremdenverkehr geöffnet haben.
In dieser Publikation können nur einige be-
sonders beliebte Wanderziele in der Säch-
sischen Schweiz beschrieben werden. Wer
mehr wissen möchte, sei auf die umfang-
reiche Literatur verwiesen, die über das Er-
holungsgebiet vorhanden und im Literatur-
verzeichnis in einer kurzen Auswahl zusam-
mengestellt ist.