Bővebb ismertető
VORWORT D ie Ausstellung, die für die náchsten Monate die N eue Pinakothek" in fast allén ihren Ráumen füllen wird, dürfte nicht nur für München, sondern für die gesamte Kunstwelt eine nicht geringe Uberraschung bedeuten. Wohl war es in den engeren Kreisen der Fachleute nicht unbekannt geblieben, daB wáhrend der letzten Jahre, vor der Öffentlichkeit verborgen, in Deutschland die Grundlage zu einer neuen groBen Sammlung gelegt wurde. Aber fast niemand besaB genauere Kenntnis über deren Umfang und Inhált, und selbst der Eigentümer und Schöpfer der Sammlung versagte es sich bisher, seine Schátze im Zusammenhang vor Augen zu habén, sondern belieB sie vorláufig in verschwiegenem Gewahrsam an allén den Orten, wo sie erworben worden waren. Mit freudigem Danke begrüBte es daher die Direktion der Bayer. Staatsgemáldesammlungen, als sich auf ihre Anregung hin der Sammler, Herr Dr. Heinrich Báron Thyssen-Bornemisza entschloB, die in Paris, Haag, London, Berlin und anderen Stadten zerstreuten Bestánde vorübergehend in München zu vereinigen und der Neuen Pinakothek" zur Ausstellung anzuvertrauen. Hier liegen sie nun zum ersten Male ausgebreitet vor den Augen der Öffentlichkeit und man wird mit Erstaunen feststellen, was der Tatkraft und Umsicht eines Einzelnen in überraschend kurzer Frist auch heute noch zu schaffen möglich war. Denn wenn auch die ersten für das SchloB Rohoncz erfolgten Erwerbungen schon gegen 20 Jáhre zurückliegen, so setzte die Sammeltatigkeit Báron Thyssens in groBem Stile doch erst vor 5 bis 6 Jahren ein. Wurden wir schon daran gewöhnt, öffentliche Ausstellungen von Privatsammlungen ausschlieBlich dann vorgeführt zu sehen, wenn es sich um deren Ende, um Versteigerung oder Verkauf handelte, so liegt hier der entgegengesetzte Fali vor. Hier bedeutet die Ausstellung gewissermaBen die Geburtsstunde einer Sammlung, deren Weiterbestehen für alle Zukunft glücklicherweise bereits in bindender Form gesichert ist. Schon mit ihrem ersten Schritt in die Öffentlichkeit darf die Sammlung Rohoncz den Anspruch erheben, nach Umfang und innerer Bedeutung in die erste Reihe aller Privatsammlungen, und zwar nicht nur der Gegenwart, gestellt zu werden. Am besten könnte man sie wohl mit den fürstlichen Galerieschöpfungen des 18. Jahr-