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Die Stadt und ihre Menschen
Abgesehen von den Erdbeben läßt sich die Lieblingsstadt Amerikas durch nichts erschüttern. San Francisco - eine Stadt, der man nicht widerstehen kann, eine Stadt, die sich unserem Herzen - ähnlich wie eine Jugendliebe, die man nicht vergessen kann - immer wieder neu erschließt. Für viele mag das pathetisch klingen, die Millionen jedoch, die ihr Herz in der Stadt an der Bay verloren haben, sind sich einig: San Francisco, das bedeutet Liebe auf den ersten Bück und oft eine, die ein Leben währt.
Was zunächst überrascht, ist die Landschaft. In San Francisco wurden soviele spannende Krimis gedreht, daß uns die Hügel der Stadt mit fast schon heimatlicher Vertrautheit begrüßen. Und steil sind sie wirklich! Wer also bislang angenommen hatte, daß in den Filmen mit optischen Tricks gearbeitet wurde, der hat sich getäuscht. Insgesamt gibt es 43
Erhebungen über der Stadt, von denen die bekanntesten Nob, Russian, Telegraph und Twin Peaks sind. Von diesen Aussichtspunkten bieten sich dem Besucher unzählige herrliche und anregende Panoramen: Der schäumende Pazifik, die zerklüftete Bucht mit ihren geheimnisvollen Inseln und wieder Hügel, an die sich Herrenhäuser, ekzentrische Domizile im Viktorianischen Baustil oder charaktervolle Wolkenkratzer anschmiegen. Und wo gibt es eine schönere Brücke als die Golden Gate Bridge, die zudem ihre Pracht in stolzer Bescheidenheit mit Nebelwolken krönt?
So gehört der Klang des Nebelhorns (das im Zeitalter der Elektronik vom Aussterben bedroht ist) ebenso zu San Francisco wie der der Cable Car-Glocke. Das regelmäßige Dröhnen der Cable Car selbst, die mit 15 km/h schwerfällig durch die Stadt rattert, ist dagegen eine fast schon angenehme Geräuschkulisse. Nicht so die schrillen Töne der Hotelportiers, die den Gästen mit ihren Blechpfeifen bei jedem Wetter 5