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DER GEHEIMNISVOLLE FREMDE Sandra beugte sich ein wenig vor, um besser aus dem Fenster des Gelándewagens sehen zu können. Ihre ganze Aufmerksamkeit galt den Bergen, die sich bizarr zerklüftet vor ihnen auftürmten. Sandra und Simoné hatten Denver vor mehr als einer Stunde verlassen und fuhren nun in Richtung Westen. Obwohl sie schon öfter in Colorado gewesen war, kam es Sandra vor, als sáhe sie diese majestátische Berglandschaft zum ersten Mai. Schnee und Nebel umlagerten die hoch in den Himmel ragenden Gipfel. Die nackten Felsen oberhalb der Baumgrenze leuchteten in der kalten Sonne. Etwas tiefer, in einer Senke, wuchsen die immergrünen Espen. Die buntschillernden Felsen bildeten hier einen reizvollen Kontrast zu dem Grün der Báume. Ich hatte ganz vergessen, wie schön es hier ist, rief Sandra begeistert. Simoné, deren munteres Geplapper normalerweise den dritten Stock des Schlaftraktes der Wellington-Mádchenschule belebte, brachte keinen Ton über die Lippen. Ihr Blick schien die gewaltige Landschaft zu trinken. Wenn du wüBtest, wie froh wir über deine Einladung sind, Tante Klara, rief Sandra begeistert.