Bővebb ismertető
PrologEr hatte eine schwierige Strecke durch dichtes Unterholz hinter sich und bheb einen Augenbhck schweratmend stehen. Es war immer noch nicht hell. Vor ihm senkte sich der Waldboden, und er entdeckte ein Schimmern zwischen den Bäumen, die Windungen des kleinen Flusses, der hier die Grenze bildete. Im ersten Zwielicht des Morgens - und vielleicht auch, weil er nun seinem Ziel so nahe war - schien ihm der Fluß ein verlockendes silbernes Band zu sein, das jemand verloren hatte, der eilig durch den Wald gelaufen war.Er kannte diesen Teil der Grenze seit seiner Kindheit. Die alte Kartentasche, die über seiner Schulter hing, war mehr zur Tarnung da, eine Erinnerung. Schon sein Vater, ein Zöllner, hatte immer nur seinen Tabak darin aufbewahrt, und er trug jetzt seinen Bericht in der Tasche mit sich. Er brauchte weder eine Karte noch einen Kompaß; es gab genug Anhaltspunkte, die sich ihm unauslöschlich eingeprägt hatten: Verschlungene Pfade, verlassene Hütten, das aufgegebene Graphitbergwerk - alle die Wege und Verstecke an der tschechisch-deutschen Grenze, wo sein Vater die Schmuggler gejagt hatte. Er hatte sogar einzelne Bäume wiederentdeckt, die noch Markierungen aus jener Zeit trugen. Und einmal hatte er wegen einer besonders niedrigen und kleinblättrigen Farnart angehalten - sein Vater hatte einmal lange für seine botanische Sammlung danach gesucht.Er setzte seinen Weg fort. Abwärts ging es leichter in diesen dichten Wäldern, die niemand mehr ausforstete. Am Tag zuvor hatte es geregnet. Die Gerüche des Waldes waren frisch und neu. Es war Mitte September, ein kühler Morgen, aber er fühlte sich warm von dem langen Marsch und von der Aufregung über das bevorstehende Treffen mit seiner Aufsicht". Er, der Läufer", war stolz über den Bericht in seiner Kartentasche: Ein Glücksfall das Ganze, ihm plötzlich in den Schoß gefallen - aber das brauchte er dem Mann am Treffpunkt gegenüber nicht ausdrücklich zu erwähnen, oder?