Bővebb ismertető
EINLEITUNG
Die beiden Bände über die Säugetiere Europas bilden eine Einheit. Der erste Band hat niit den Landraubtieren, der einen Ordnung der Raubtiere, aufgehört. Der zweite Band fälirt mit den Robben weiter, d. h. mit den Raubtieren, die aus längst ausgestorbenen Landformen das Wasser als Lebensraum erobert haben. Unser ÜberbUck über die Säugetiere Europas folgt der zur Zeit geltenden systematischen Reihenfolge. Der erste Band umfaßt die Ordnungen der Spitzmäuse, der Fledermäuse, der Herrentiere, der Hasenartigen, der Nagetiere, der Landraubtiere, der zweite Band die Robben, die Paarhufer und die Wale. Dabei streben wir weder eine Vollständigkeit der behandelten Arten, noch ein übermäßiges Ausbreiten des Stoffes an. Dazu zwingt uns schon der beschränkte Raum. Vielmehr wollen wir bald auf die eine, bald auf die andere Sonderheit aus dem Leben einer Gruppe oder Art ausführhcher eingehen und uns dabei mit keinem starren Schema belasten. Ich folge den eigenen Interessen und versuche, neuere, oft von alten Lehrmeinungen abweichende Erkenntnisse bekanntzugeben. Der Leser wird bald merken, wo diese Interessen hegen: in der Entwicklungsgeschichte, dem faszinierenden Feld der Entstehung und Veränderung der Arten, das uns die Paläontologen und vergleichenden Anatomen in mühsamer Kleinarbeit enthüllen; im Verhalten der Tiere zum Partner und zur Umwelt, also in der Ethologie imd Ökologie, um in der Fachsprache zu reden; sowie in der Frage, welche Faktoren den Bestand einer Art beeinflussen. Damit komme ich direkt zu meinem eigenen Arbeitsbereich, dem Naturschutz. Vielleicht bei wenigen Tiergruppen kann man so eüidrückhch die Gefährdung, aber auch die erfolgreichen Maßnahmen zum Schutz und zum Erhalten zeigen.
Kenntnis und Liebe sind die beiden Hauptquellen, auf denen der Naturschutz beruht. Vielleicht gelingt es mir, das Interesse an den Säugetieren, und damit die Lust an eigenem Beobachten zu fördern. Die Liebe aber zum Tier werden die Bilder von Paul Bakruel wecken, die den wesentHchen Teil der beiden Bände bilden. Wer kommt beim Betrachten der Bilder nicht ins Staunen über die Vielfalt imd FüUe der Tiergestalten, die in wunderbarer Weise Zeugnis von der Schöpfung ablegen? Vom Staunen zur Liebe und von dort zum Bewußtwerden unserer Verantwortung gegenüber Mitgeschöpf und Umwelt ist ein kleiner Schritt. Mögen die beiden Bände viele Leser dazu führen!
Ostern 1969 Dieter Burckhardt