Bővebb ismertető
VORWORT
Die meisten Leser dieses Werkes über Säuglings- und Kinderpflege werden einen Arzt haben, den sie um Rat fragen können. Dieser Arzt kennt Ihr Kind, und er ist der einzige, der Ihnen mit Sicherheit sagen kann, wie Sie Ihr Kind behandeln sollen. Mit einem kurzen Blick oder ein paar Fragen, die er durchs Telefon stellt, kann er das Problem für gewöhnlich schon lösen, das, wollten Sie den Fall mit Hilfe von Büchern klären, Sie nur verwirren würde. Dieses Werk soll kein Handbuch, keine Anleitung für Diagnosen und die medizinische Behandlung der Kinder sein, es will lediglich das allgemeine Verständnis für Kinder wecken, es will Ihnen eine Hilfe im täglichen Umgang mit Ihren Kindern sein, denn es behandelt all das, was ein Kind braucht, an körperlicher wie an geistiger Pflege.
Von vornherein möchte ich Ihnen raten, das, was hier in diesem Buch gesagt wird, nicht allzu wörtlich zu nehmen. Jedes Kind hat seine eigene Form und Norm, auch alle Eltern sind verschieden, und jede Krankheit und jedes Erziehungsproblem, das auftaucht, ist anders geartet. In einem solchen Rahmen kann ich lediglich die Durchschnittsfälle anführen und die im allgemeinen zu empfehlenden Methoden ihrer Behandlung. Bedenken Sie bitte, daß Sie Ihr Kind ja besser kennen als ich.
Seit der ersten Ausgabe dieses Werkes hat sich auf dem Gebiet der Kinderpflege und -erziehung vieles geändert, im besonderen, was die Haltung der Eltern ihren Kindern gegenüber anlangt. Damals noch ging man in allen Dingen der Kinderernährung, der Hygiene und der Erziehung verhältnismäßig streng vor. Mittlerweile aber ist man zu der Erkenntnis gekommen, daß zur Kindererziehung das absolute Verständnis für das einzelne Kind gehört, daß man bei aller Pflege und Erziehung eben der Persönlichkeit des Kindes Rechnung tragen muß. Es scheint allerdings, daß in vielen Fällen jetzt an die Stelle der Strenge zu große Nachgiebigkeit getreten ist und Eltern mit ihrer eigenen Inkonsequenz in Konflikt geraten. Ich habe versucht, ein wohlabgewogenes Mittelmaß herauszuarbeiten, jenen Weg, von dem wir annehmen, daß er der richtige zur Pflege und Erziehung unserer Kinder ist.