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Kapitel I
Naß, kalt und grau dämmerte der Morgen über dem Flughafen von Vancouver. Kleine motorisierte Gepäckkarren schwankten über die glatte Piste und machten jedesmal einen kleinen Satz, wenn sie auf einen hartnäckigen Eisrand stießen. General Tsuin Han hatte die Einsamkeit des Warteraums für bevorzugte Passagiere abgelehnt; er war überzeugt, daß er den anderen Reisenden nicht auffallen würde.
Obwohl er seit seiner Jugend täglich eine halbe Stunde lang seine militärischen Gymnastikübungen machte, waren seine Arme und Beine jämmerlidi dünn und seine Brust flach geblieben. Tsuin Han sah völlig nichtssagend aus. In seinem dunkelblauen Konfektionsanzug und dem schlichten Mantel hätte man ihn für einen der vielen chinesischen Arbeiter in Kanada oder bestenfalls für einen seiner eigenen Statistiker halten können, die Peking geschickt hatte, um den Handelsvertrag vorzubereiten, über den er nun seit fast zwei Monaten mit den Engländern in Ottawa verhandelt hatte. Inmitten von Ausländern, diesen weißen Teufeln, die so farblos waren wie ihre Haut, diesen phantasielosen Angehörigen einer sterbenden Gesellschafl;, fühlte sich Tsuin stets unbehaglicJi. Er forschte in den Gesidi-tern der Flugpassagiere. Keine Agenten, Detektive oder Mörder. Und auch niemand aus Peking. Lange Erfahrung hatte ihm für solche Dinge einen sedisten Sinn verliehen. Eine innere Unruhe trieb ihn jedoch dazu, hin- und herzulaufen.
Diagonal durchmaß er die Länge des Warteraums bis zur gegenüberliegenden Ecke und kehrte diagonal zurück. Eine alte Gewohnheit aus dem Gefängnis. Dabei rieb er
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