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Schaffende Arbeit und Bildende Kunst II. [antikvár]

Paul Brandt

 
o R W O R Mit dem vorliegenden zweiten Bande ist das Werk abgeschlossen, das, von vornherein als ein Ganzes gedacht, es zum erstenmal*) unternimmt, die Arbeit, die schaffende Arbeit der Hände, wie sie sich im Spiegel der bildenden Kunst darstellt, von dem alten Ägypten an durch das griechische und römische Altertum, durch Mittelalter und Neuzeit hindurch bis auf den heutigen Tag in Bild und Wort zu verfolgen. Die Fülle des in langen Jahren zum Teil aus entlegenen Quellen gesammelten Stoffes zwang jedoch zu einer Teilung, und der...
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o R W O R Mit dem vorliegenden zweiten Bande ist das Werk abgeschlossen, das, von vornherein als ein Ganzes gedacht, es zum erstenmal*) unternimmt, die Arbeit, die schaffende Arbeit der Hände, wie sie sich im Spiegel der bildenden Kunst darstellt, von dem alten Ägypten an durch das griechische und römische Altertum, durch Mittelalter und Neuzeit hindurch bis auf den heutigen Tag in Bild und Wort zu verfolgen. Die Fülle des in langen Jahren zum Teil aus entlegenen Quellen gesammelten Stoffes zwang jedoch zu einer Teilung, und der Schnitt mußte da gelegt werden, wo das Arbeitsbild, bisher von der mittelalterlichen Kirche in Obhut und Dienst genommen und ihrem universalen System eingegliedert, dem realistischen Zuge der Zeit folgend sich zuerst leise, dann immer entschiedener von dieser Vormundschaft frei zu machen beginnt, um sich schließlich auf eigene Füße zu stellen. Die günstige Aufnahme, welche der erste, Altertum und Mittelalter behandelnde Teil bei der Kritik und den Lesern gefunden hat, obwohl er an das Einfühlungsvermögen des modernen Menschen besondere Anforderungen stellt, ermöglichte es dem Verlag, den zweiten Teil, wie in Aussicht genommen, kaum nach Jahresfrist folgen zu lassen. Die vorausgeschickte Einleitung will den Leser, der Teil 1 nicht kennt, in großen Zügen mit der dort geschilderten Entwicklung bekanntmachen, außerdem sorgen häufige Rückverweisungen für die Verklammerung beider Teile. Daneben ist mit „S. & E." bisweilen auf des Verfassers 1925 im gleichen Verlage in 6. Auflage erschienenes Buch „Sehen und Erkennen" verwiesen. Freilich konnte der in dieser „Anleitung zu vergleichender Kunstbetrachtung" durchgeführte Grundsatz, kein Kunstwerk ohne gleichzeitige Veranschaulichung zu besprechen, in dem ganz andere Ziele verfolgenden neuen Werke nicht festgehalten werden, doch ist der Verlag auch diesmal wieder allen Wünschen des Verfassers zum Teil in mühevollster Arbeit entgegengekommen, so daß der Leser kaum ein im Text ausführlicher besprochenes Bildwerk vermissen wird; die beigegebenen acht Farbentafeln verdienen des Verfassers und des Lesers besondern Dank. Eine so reiche Überschau über das einschlägige Material zu geben war dem ersteren auch nur möglich durch die in liberalster Weise gestattete Benutzung der Bücherschätze des unter Leitung von Herrn Geheimrat Dr. Paul Clemen stehenden Kunsthistorischen Instituts der Universität Bonn; außerdem bin ich für mancherlei Auskunft und Förderung zu Dank verpflichtet dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen und der Staatlichen Kunstbibliothek in Berlin, dem historischen Museum in Dresden, dem Folkwang Kunstmuseum der Stadt Essen, dem Rheinischen Museum in Köln, dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg, der Kupferstichsammlung der Württembergischen Landeskunstsammlungen in Stuttgart sowie dem Forschungsinstitut zur Geschichte der Technik und Industrie und seinem verdienten Gründer ifl,*) August Springer, Arbeiter und Kunst, Stuttgart 1911, ist mehr allgemein pädagogischen Inhalts und umfaßt auch Dichtkunst und Tonkunst, das feine Büchlein von Margot Rieß, Der Arbeiter in der bildenden Kunst, Berlin-Hessenwinkel 1925, wendet sich an die Arbeiterjugend und beschränkt sich wie Springer auf das moderne Arbeitsbild seit Millet und Meunier.

Termékadatok

Cím: Schaffende Arbeit und Bildende Kunst II. [antikvár]
Szerző: Paul Brandt
Kiadó: Alfred Kröner Verlag
Kötés: Vászon
Méret: 190 mm x 260 mm
Paul Brandt művei
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