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1. Hochfrequenzschaltungen
1.1 UKW-Tuner mit MOS-Vorstufe
Für Spitzengeräte wurde ein UKW-Tuner mit MOS-Vorstufe entwickelt (Bild 1.1). Ein zweikreisiges Eingangsbandfilter sorgt für eine gute Vorselektion, eine extreme Großsignalfestigkeit wird durch die MOS-Vorstufe und die nachfolgende Ringmischer-IS erreicht. Zwischen Vorstufe und Ringmischer befindet sich nochmals ein zweikreisiges Zwischenbandfilter, so daß eine sehr gute Spiegelselektion erzielt wird. Die Hochfrequenz gelangt dann über eine Auskoppelwicklung symmetrisch auf die IS S042P. Ebenfalls symmetrisch wird die Oszillatorspannung über Lq eingekoppelt. Durch diesen symmetrischen Aufbau wird eine besonders gute Entkoppelung zwischen Hochfrequenz und Oszillatorfrequenz erreicht.
Einerseits kann der Oszillator bei extrem hohen Eingangsspannungen von der Eingangsfrequenz nicht mitgezogen werden, andererseits ist die Oszillator-Störspannung am Sekundärkreis des Bandfilters bereits durch die Symmetrie stark unterdrückt.
Über den Kondensator C¦^2 gelangt die Oszillatorfrequenz auf einen Trennverstärker mit dem Transistor BF 502, welcher auf einen Frequenz-Teiler 8:1 führt. An den Frequenzteiler können in bekannter Weise Frequenzsynthese-Systeme oder ein Frequenzzähler angeschlossen werden.
Die Schaltung besitzt eine Regelspannungserzeugung zur Vorstufenregelung. Dazu wird von der Sekundär-Seite des ersten ZF-Filters über Cza eine Spannung abgegriffen und mit den Dioden D7 und Dg gleichgerichtet. Der Transistor BC 238 verstärkt diese Regelspannung und stellt die für die Regelung der Vorstufe an Gate 2 notwendige Polarität her. Im einfachsten Falle sind die beiden Anschlüsse ?Vr und U^ miteinander zu verbinden. Durch diese Regelung werden die Störstellen vermindert und der Anzeigebereich der Feldstärkeanzeige auf 120 dB erweitert.
DerZF-Ausgang ist niederohmig mit Emitterfolger ausgeführt. Dadurch ist die Gefahr einer Einstrahlung auf die ZF-Verbindung zwischen Tuner und ZF-Verstärker verringert.