Bővebb ismertető
Ich schreibe dieses Buch für Köväry György, den Sohn, der meinen Namen trägt, in dessen Adern mein Blut fließt und der mich nicht kennt - so wenig, wie ich ihn kenne. Er wächst auf in der Obhut seiner Mutter und ihrer Verwandten, und sie werden ihm wenig von mir erzählen. Doch was sie ihm sagen, wird mich in ein falsches Licht setzen. Ich mache seiner Mutter deswegen keine Vorwürfe, denn auch sie kannte mich nicht - aber daran war kein anderer schuld als ich selber. Ich hätte Margit nicht heiraten dürfen, denn ich liebte sie nicht. Doch die, die ich liebte - was hatte sie mir angetan! Nicht, daß sie meine Liebe nicht erwidert hätte, das wäre zu ertragen gewesen. Einer, der sich an eine Frau verliert, die nichts von ihm wissen will, ist in meinen Augen kein Mann. Aber daß sie im entscheidenden Augenblick versagte, unsere Liebe verriet und mit Füßen trat, ließ das schöne Bild, das ich von ihr im Herzen trug, in Stücke springen wie eine Statue, auf die ein Felsblock fällt: Man hatte gedacht, sie wäre aus Marmor und ein Stoß könnte sie wohl umstürzen, doch nicht zertrümmern - aber sieh da, sie war nur aus Gips gewesen und lag nun, ein Zerrbild ihrer selbst, im Sande. Nein, Etelka, du Tochter des Grafen Losonczy und Nichte des Woiwoden von Siebenbürgen, du warst es nicht wert, die Frau von Köväry Istväns Bastard zu werden! Und dann Margit. War es eine Sünde, daß ich sie zu mir nahm, weil ich vergessen wollte? Eine Sünde, daß ich das Mitleid, das ich mit ihr empfand, für Liebe hielt? Mit der Rute züchtigte ihr jähzorniger Vater sie aus dem geringfügigsten Anlaß, obwohl sie schon über siebzehn war, und ich sah sie nach einer solchen Strafe, zitternd in ohnmächtiger Empörung, in der Scheune stehn, wohin sie sich verkrochen hatte, um sich auszuweinen. Sollte ich sie da nicht in die Arme schließen? Sie wurde mir natürlich nicht verweigert, war ihr Vater doch nur ein Pächter auf einem der vielen Güter Hunyadis und ich in seinen Augen ein Herr. Aber ich bereute bald, was ich getan hatte, denn nachdem ich keinen Grund mehr hatte, Margit zu bemitleiden, fühlte