Bővebb ismertető
E^ s gibt im Lobpii dos Mensclicn mitunter Minuten, d ihm die ganze Welt zuwider ist und lioin Funlten Licht in ilim ist, um gegen diese Leere anzuliämpfen. Unter den Mensclien ist das Leben dann schwer zu ertragen, und auch das Alleinsein bringt keine Erleichterung, alles um ihn herum erscheint freudlos. Und wenn eine solche Stimmung eintritt, gibt es wohl nur ein Mittel, das die Freude zurückzubringen vermag, das Museum. Es scheint, als ob allein das Museum wie durch ein Wunder nicht bis zum Bahnhoistyp einer kulturellen Einrichtung herabgesunken ist, als sei es allein ein Musentempel geblieben.In das Museum sollte man immer gehen, in sciiweren wie in heiteren Minuten. Und wenn ich damit angefangen habe, vom Museum als einem Heilmittel fiir die Seele zu sprechen, so imr deshalb, weil das heutzutage niclit die letzte Rolle der Kunst ist. Die Kunst, die in unserer schwierigen, beinahe apokalyptisciuMi Zeit lebt und entstellt, trägt unwillkürlich deren Ängste uiid Besorgnisse in sich. Doch der Menscli kann nicht in beständiger Spannung leben, es kommt die Zeit, da er einer Kräftigung, eines labenden Trankes bedarf, der ihm den Glauben an die Schönlu'it und die Vernunft zurückgibt und an all das, was von alters her als wirklich wertvoll ajigeselien wurde. Das Geistige ist kein Freund der Menge und flieht die Orte, wo versucht wird, das Unvereinbare die Kunst und die Dinge des geistigen Ausverkaufs zu vereinigen. Die geistigen Werte verlangen ein selbstloses Dienen und Anerkennung. Und mit Recht. Eine Kunst, die des Geistigen entbehrt, ist erstens keine Kunst und spiegelt zweitens nicht das Leben, sondern lediglich die Nichtigkeiten des Lebens wider.Im Museum (gemeint sind Kunstmuseen, doch das gleiche gilt mit geringer Einschränkung auch für Heimatkunde- und Gedenkmuseen) herrscht eine besondere und unbeschreibliche Atmosphäre, die jedem einzelnen und allen zusammen hilft, zu .sich selbst zu finden und einsichtig zu werden. Das Licht strömen Iiier die Gemälde aus, es dringt ein in die Seelen der Betrachter und spiegelt sich als weicher Glanz auf ihren Gesichtern. Hier herrschen wechselseitige Anziehung und Zuneigung. Das Bild wartet jeden Morgen auf den Betrachter, und je länger es ausgestellt ist, um so öfter wird es gesehen, und der Besucher spürt, daß er auf unerklärliche Weise beseelt und gestärkt von ihm weggeht. Docii Baikaisoe. Foto von A. Fre.idherg wlr Sollten dieso Meusciien wold uicht Betracliter oder Besucher