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ERWIN TEUFEL
Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg
Das Keltenmuseum HochdorfTEnz hat sich seit seiner Eröfinung 1991 in kurzer Zeit zu einem wichtigen Schaufenster für die Archäologie und zu einem kleinen Schmuckkästlein der Keltenzeit entwickelt. Gebaut und unterhalten von der Gemeinde Eberdingen - mit tat-kräfüger Unterstützung des Bürgermeisters Rolf Fetzer sowie des Gemeinderates - zählt das Museum jährlich bis zu 40.000 Besucherinnen und Besucher aus der näheren Umgebung, aus Baden-Württemberg, Deutschland und dem Ausland. Und auch in der intemationalen Fachwelt besitzt das Museum einen hervorragenden Ruf. Mehr als 40 Fachleute aus ganz Europa sind seither zu den Vortragsveranstaltungen nach Hochdorf/Enz gekommen und haben ihr großes Wissen an viele Zu-hörerinnen und Zuhörer weitergegeben. Durch aktuelle Sonderausstellungen, meist in enger Zusammenarbeit mit der Landesarchäologie, gelingt es der Museumsleitung immer wieder, interessante Details aus der damaligen Zeit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Wichtig sind jedoch auch attraktive internationale Ausstellungen, die auf die europäische Dimension der keltischen Kultur hinweisen. Das beweist der große Erfolg zweier Ausstellungen aus den vergangenen Jahren, in denen Funde aus Burgund und aus dem Elsaß gezeigt worden sind.
Genauso wichtig ist es aber auch, den Bhck einmal nach Osten zu richten und die Geschichte der östlichen Kelten genauer darzustellen. Diesem Ziel wird das Keltenmuseum in Hochdorf/Enz nun mit seiner Sonderausstellung „Schätze aus der Keltenzeit in Ungarn" gerecht.
Die Übernahme einer großen, vom ungarischen Nationalmuseum zusammengestellten Ausstellung über Keltenfunde im Donaubecken bietet dafür eine hervorragende Gelegenheit. Mehr als 230 wertvolle Gegenstände, viele davon noch nie im Ausland gezeigt, wurden von ungarischen Archäologen eigens für diese Ausstellung im ILochdorfer Keltenmuseum zusammengestellt. Sie geben einen Hinweis auf die verschiedenen Stufen der Entwicklung im heutigen Ungarn, beginnend mit der Bronzezeit über erste Einflüsse aus dem Westen in fnihkeltischer Zeit bis hin zu den Einwanderungen der Kelten im 5. und 4. Jahrhundert vor Christus. Ich wünsche der Ausstellung viel Erfolg, danke den Organisatoren für ihr großes Engagement und wünsche allen Besucherinnen und Besuchern neue, interessante Eindrücke beim Gang durch die Geschichte der Kelten im Osten Europas.