Bővebb ismertető
Vorwort
Mit dem vorliegenden Bildband „Schätze der Kunstsammlungen zu Weimar" Ist beabsichtigt, dem Besucher unserer reichen Sammlung eine kurze Informative Einführung In die einzelnen Kunstbereiche zu vermitteln. Neben dem erläuternden Text belegen die ausgewählten Abbildungen beispielhaft die hohe Qualität und die Vielfalt der vertretenen Sachgebiete: Gemälde, Graphik und Zeichnungen, Plastik sowie Möbel und Kunsthandwerk der verschiedensten Materialien vom hohen Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Dazu fügt sich das Münzkabinett mit der wertvollen Kollektion an Münzen des thüringischsächsischen Raumes. Nur ein Teil dieses Millionen Werte verkörpernden, unersetzlichen Kunstbesitzes Ist in den Ausstellungsräumen Im Schloßmuseum, Im Rokokomuseum Belvedere oder In befristeten Sonderausstellungen In der Kunsthalle cm Thecterplatz zugänglich. Weiteres, nicht weniger kostbares Kunstgut ruht In den Depots, wird dort konservatorisch betreut und restauratorisch und wissenschaftlich aufbereitet, um diese wertvollen Zeugnisse der Kunst und Kultur aus Vergangenheit und Gegenwart zu erhalten, für die Forschung zu erschließen und der Öffentlichkeit im gegebenen Falle zuzuführen. Doch steht die systematische Bearbeitung des gesamten Bestandes erst an Ihrem Anfang; bis heute liegen nur Teilveröffentlichungen zu einzelnen Sammlungskomplexen vor. Unsere kleine Publikation hilft daher, eine Lücke zu schließen und kommt dem Wunsche vieler Museumsbesucher nach einer eingehenderen Information, als es allein die Ausstellung vermag, entgegen. Neben den Museen in Dresden und Berlin zählt die Weimarer Sammlung zu den bedeutendsten Kunstmuseen In der DDR. Sie führt in ihrem Kern auf die einstige Kunst- und Raritätenkammer, die Gemälde- und Graphikkollektionen der ehemaligen fürstlichen Landesherren zurück. Gleich anderen europäischen Herrscherhäusern dienten auch den Weimarer Herzögen die seit etwa Mitte des 16. Jahrhunderts zielstrebig zusammengetragenen auserlesenen Kostbarkelten jeglicher Art, entsprechend dem feudalabsolutistischen Bedürfnis nach Repräsentation und Prunkentfaltung, zur Schaustellung Ihrer Macht. Die Besichtigung dieses höfischen Kunstbesitzes blieb jedoch einem kleinen Kreis privilegierter Standespersonen vorbehalten. Dies änderte sich erst, als auf Grund von Goethes persönlichem Einsatz 1809 das „Kleine Museum" im sogenannten Fürstenhaus eröffnet wurde. Zu bestimmten Zelten und unentgeltlich konnte jedermann die dort aufbewahrten Werke betrachten. Den Grundstock bildete Kunst aus dem herzoglichen Familienbesitz, erweitert und ergänzt durch Ankäufe Goethes, welche den ästhetischen Bildungs- und Erziehungsidealen des Klassizismus entsprachen. Mit dieser wahrhaft demokratischen Tat war die erste öffentliche Kunstsammlung In Deutschland geboren!
Nach Goethes Tode führte dos sogenannte Kleine Museum ein Schattendasein. Ein neuer Aufschwung setzte erst wieder 1869 mit der Gründung des von dem Prager Architekten Joseph Zitek erbauten „Großherzoglichen Museums" (seit 1918 Landesmuseum am heutigen Rathenauplatz) ein. Allerdings entsprach dieser aufwendige Monumentalbau, errichtet.
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