Bővebb ismertető
EINFÜHRUNG
In unserem Zeitalter der gewaltigen technischen Revolution beanspruchen neue, die Phantasie beflügelnde Gebiete das größte Interesse der Öffentlichkeit. Dabei behält eine klassische technische Schöpfung wie das Schiff, im allgemeinen Umbruch ebenfalls schnellem Wandel unterworfen, auch heute noch für die Menschheit eine ähnliche Bedeutung wie im langen Verlauf der Geschichte. Hierfür sprechen Gründe wirtschaftlicher, militärischer und sportlicher Natur, neuerdings auch wissenschaftliche Belange, die besonders durch die „Wiederentdeckung des Meeres" oder richtiger seiner dritten Dimension in der Tiefenrichtung eine starke Belebung erfahren.
Wir verfügen erfreulicherweise über eine reichhaltige maritime Literatur gemeinverständlichen Charakters. Das vorliegende Buch füllt trotzdem eine klaffende Lücke aus, denn es ist den technischen Problemen gewidmet, die mit dem Schiff und seinem Bau zusammenhängen. Es ist für technisch interessierte Laien gedacht, wird aber auch dem Ingenieur anderer Fachrichtungen Freude bereiten. Die Autorschaft von Professor Edward Lewis, einem der vielseitigsten Schiffbauwissenschaftler der USA, bürgt für fachliche Zuverlässigkeit des Textes und den Sinn für das Wesentliche sowie in die Zukunft Weisende. Auch der Fachmann, der Schiffbauer, kann deshalb aus dem Buch Anregung schöpfen, wobei er sich besonders bei manchen Formulierungen bewußt sein wird, daß äußerste Präzision und allgemeine Verständlichkeit nicht immer voll zu vereinigen sind.
Die Fülle des gemeisterten Stoffes ist trotz des mäßigen Umfanges eindrucksvoll. Kurze, für ein tieferes Verständnis unentbehrliche theoretische Überlegungen wechseln mit der Darstellung moderner Fahrzeugtypen und Produktionsverfahren. Auch die Historie kommt zu ihrem Recht.
Die amerikanischen Autoren haben sich mit erfreulicher Objektivität bemüht, Material aus der ganzen Welt des Schiffbaus zu berücksichtigen. Deutsche Verfasser hätten gelegentlich andere Beispiele gewählt, insbesondere den Motorantrieb stärker akzentuiert; dies dürfte den lebhaft Interessierten kaum stören, vielleicht manchmal dazu bewegen, weiter in die Materie einzudringen.
Betrachtet man als Voraussetzung moderner Bildung das Mühen um die Erkenntnis der physischen Welt und der darauf weitgehend basierenden technischen Entwicklung, so wird man das vorliegende Buch als gelungenen Beitrag zur Förderung einer solchen Bildung begrüßen.
Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Georg Weinblum Institut für Schiffbau der Universität Hamburg