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VORWORTWie die Bühnenwerke Schillers in deutschen Theatern lebendig gemacht wurden, ist ein vielseitiges Kapitel der Schauspielkunst und der Theatergeschichte. Germanistisch-philologische Studien über Schillers Dramen, Übersetzungen und Bearbeitungen sind seit Jahrzehnten betrieben und veröffentlicht worden. Sie sind wichtig und wertvoll und werden von immer neuen Standpunkten aus fortgesetzt werden müssen. Im folgenden soll nicht vom Text und seiner niedergeschriebenen, bearbeiteten, veränderten und endlich gedruckten Form ausgegangen werden, sondern vom Spiel auf der Bühne vor den Zuschauern und von allem, was an künstlerischen und technischen Voraussetzungen dabei wirksam ist. Der Erfolg eines Bühnenstückes hängt nicht von einer noch so guten Textkritik und deren wissenschaftlichem Apparat ab, sondern von seiner Erscheinung auf der Bühne und der Wechselbeziehung zwischen Spiel und Aufnahme, zwischen Aufführung und Antwort von der Seite des Publikums.Da Aufführungen vergänglich sind und im Rückblick nur aus mittelbaren Quellen erschlossen werden können, müssen für jedes Stück und jede Darstellung die verschiedenartigsten Dinge herangezogen werden: Wie sahen Theater und Bühne aus, wer spielte die Rollen, wie wurden die einzelnen Szenen gestaltet, wer führte Regie, wer schuf die Bilder und die Kostüme, spielte man aus besonderem Anlaß, wurde man den Absichten des Dichters gerecht, oder unterwarf man sein Werk bestimmten Zwecken?Es ist dabei unumgänglich notwendig, Originalberichte zu zitieren und zeitgenössische Abbildungen beizubringen, auch wenn diese Zeugnisse, für sich allein betrachtet, nur scheinbar Unbedeutendes aussagen. Mit Abbildungen ist die theatergeschichtliche Überlieferung sehr sparsam, sie hat oft auch auf Vorhandenes verzichtet.Für die vorliegende Untersuchung stellte Herr Professor Dr. Dr. h. c. Nationalpreisträger Reinhard Buchwald, Heidelberg, ein seit vielen Jahren gesammeltes Studienmaterial zur Verfügung, das mit den Unterlagen und den Ergeb-5