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os magna sonatukum 3
DER ABEND
Die Sonne zeigt, vollendend gleich dem Helden, Dem tiefen Thal ihr Abendangesicht, (Für andre, ach! glüksel'gre Welten Ist das ein Morgenangesicht) Sie sinkt herab vom blauen Himmel, Ruft die Geschäftigkeit zur Ruh, Ihr Abschied stillt das Weltgetümmel, Und winkt dem Tag sein Ende zu.
Jezt schwillt des Dichters Geist zu göttlichen Gesängen, Laß strömen sie, o HErr, aus höherem Gefühl, Laß die Begeisterung die kühnen Flügel schwingen, Zu dir, zu dir, des hohen Fluges Ziel. Mich über Sphären, himmelan, gehoben, Getragen sein vom herrlichen Gefühl, Den Abend und des Abends Schöpfer loben, Durchströmt vom paradisischen Gefühl. Für Könige, für Grosse ists geringe, Die Niederen besucht es nur — O GOtt, du gäbest mir Natur, Theil Welten unter sie — nur, Vater, mir Gesänge.
Ha! wie die müden Abschiedsstralen Das wallende Gewölk bemalen. Wie dort die Abendwolken sich Im Schooß der Silberwellen baden; O Anblik, wie entzükst du mich! Gold, wie das Gelb gereifter Saaten, Gold ligt um alle Hügel her, Vergoldet sind der Eichen Wipfel, Vergöldet sind der Berge Gipfel, Das Thal beschwimmt ein Feuermeer, Der hohe Stern des Abends stralet Aus Wolken, welche um ihn glühn. Wie der Rubin am falben Haar, das wallet Um's Angesicht der Königin.
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