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EINLEITUNG Keiner der Hauptakteure auf dem Welttheater, deren Bilder von Emil Ludwig in letzter Zeit so glánzend gezeichnet worden sind, kann sich an jáhem Wechsel des Lebens oder an weltweiter Erfahrung mit dem Helden des vorliegenden Buches messen. So weitreichend die politischen und ökonomischen Wirkungen ihrer Handlungen auch gewesen sein mögen, so kann weder Napoleon noch Bismarck noch Wilhelm II. beanspruchen, wie Heinrich Schliemann neue Grundlagen für die schönsten Überlieferungen des Menschengeschlechtes geliefert zu habén. Sein tiefer Glaube hat die historischen Tatsachen, die der Geschichte vom göttlichen Trója", den Schátzen und Tragödien von Agamemnons Herrschersitz zugrunde liegen und für viele nur dichterische Fiktionen waren, wahr und wirklich gemacht. Es ist eine seltsame Geschichte, und Ludwig, der, um sie zu berichten, die ungeheure Masse der Schliemannschen Papiere - mehr als 20.000 - durchforschen muBte, tat gut daran, den glanzenden Faden, der sie durchzieht, namlich den eingeborenen Drang zum Golde, aufzuzeigen, der sich zuerst praktisch, dann historisch manifestierte. Es ist ganz unmöglich, Schliemanns epochemachenden Entdeckungen zu beiden Seiten des Ágáischen Meeres hier gerecht zu werden, die mit Ithaka begannen und Trója, Mykenae, Tiryns und Orchomenos einschlossen. Seine Grabungen waren das Ergebnis seines Buchstabenglaubens an die Berichte Homers und anderer altér Autoren. Es war ein Glaube wie an die Bibel", und es ist etwas Erschütterndes um diese 11