Bővebb ismertető
Es war die falsche Zeit und es war der falsche Ort. Aber wenn man einen Mord zu besprechen hat, dann kommt es wohl weniger auf die zeitlichen und raumlichen Umstánde an.Die fünf würdigen Herren, die zum Frack práchtige rein-seidne Narrenkappen trugen, tatén es zumindest mit dem nötigen Stilgefühl: Sie tranken Champagner dazu. Als sie sich zum ersten Mai zuprosteten, war es genau elf Uhr elf, am elften elften. Und sie tatén es im Gürzenich, dem altehr-würdigen Kölner Karnevalsgral. Die Damastdecke des Ti-sches, an dem sie safíen, reichte fast bis auf den Boden und verhüllte ihre zehn makellos polierten Lackschuhe.Im Gegensatz zu den anderen Jecken, wie man in Köln die Karnevalsnarren liebevoll nennt, safien die fünf Herren mit ziemlich ernsten Gesichtern da. Es wollte nicht so recht ein Gesprách zwischen ihnen aufkommen. Endlich ráusperte sich Fred Latte, der Álteste der Rundé, hob noch einmal sein Glas, trank und stellte es dann ziemlich hart auf den Tisch zurück.Etwas stimmt immerhin am diesjahrigen Motto, sagte er. >Das Leben könnte so schön sein<. Dann versank er wieder in dumpfes Brüten. Was ihm die Stimmung verdarb, war einfach der Umstand, dafí er, im Auftrag von drei anderen, an diesem Tisch Anwesenden, dem fünften Mann zu sagen hatte, dal? er diesen Tag nicht überleben durfte. In sei-nem eigenen Interesse nicht. Und natürlich schon gar nicht im Interesse der übrigen.Solche Mitteilungen fallen selbst einem Berufskarnevali-sten am elften elften schwer, besonders dann, wenn man nicht weifi, ob der Betroffene die nötige Haltung bewahren wird.