Bővebb ismertető
lilMl I ^ JVorwortDer Gehölzschnitt läßt Bäume und Sträucher reich blühen und fruchten und erhält sie jung und schön. Obstbäume wachsen fast durchweg zu stark für den mittelgroßen Garten, sie müssen erzogen, es muß eine tragfähige Krone aufgebaut werden, und wenn sie älter werden, müssen sie verjüngt oder veredelt werden. Und beim Strauchbeerenobst muß alljährlich das abgetragene Holz entfernt werden. Es beginnt schon damit, daß Obstgehölze heute meist aus zwei Pflanzen bestehen, einer Unterlage und der aufgepfropften Edelsorte. In manchen Fällen wird noch eine dritte als Stammbildner eingeschaltet. Das ist unvermeidlich, weil fast alle hochgezüchteten Tafelobstsorten aus Samen nur minderwertigen Nachwuchs erzeugen. Sie müssen deshalb vegetativ vermehrt werden.Schon vor dem Pflanzen wird im Garten mit dem Schnitt begonnen, um das Gleichgewicht zwischen Wurzel- und Triebwerk herzustellen. Ließe man alle Zweige ungekürzt, könnten die gerade erst entstehenden Saugwurzeln das austreibende Laub nicht ausreichend mit Wasser und Nährstoffen aus dem Boden versorgen. Alle schwachen Triebe müssen weg- oder zurückgeschnitten werden, um den Austrieb zu stärken. Von Ziergehölzen, die gut ausgewählt und in genügendem Abstand gepflanzt worden sind, wird dagegen nie mehr weggenommen, als unbedingt notwendig ist. Das heißt, praktisch fast gar nichts. Wenn sie in Containern herangezogen wurden und einen festen Wurzelballen mitbringen, brauchen sie keinen Pflanzschnitt und müssen auch in Zukunft nur ausgelichtet und in Form gehalten werden. Für schmale Hecken und Spaliere, für Rank- und Klettergehölze ist der regelmäßige Rückschnitt jedoch unverzichtbar.