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Madeleine Bourdouxhe Das Zittern ihres Körpers
»Marie, bist du fertig?«
Ungeduldig stieß Jean die Schlafzimmertür auf. Marie wandte sich brüsk vom Fenster ab und zog geschäftig die Vorhänge zu.
»Ja, ich bin fertig es ist besser, wenn die Vorhänge zu sind, bei dieser Hitze.«
»Ich warte schon seit einer halben Stunde auf dich.«
Sie sah Jeans ärgerliches Gesicht und folgte ihm wortlos.
Marie hatte sich nicht einmal mehr gekämmt. Als sie ins Schlafzimmer gekommen war, hatte sie durch das geöffnete Fenster auf das Meer hinausgesehen und ein Boot entdeckt. Sie war zum Fenster gegangen, um es besser sehen zu können, hatte den Kopf an den Fensterrahmen gelehnt und war einfach so stehengeblieben. Mit lautem Knattern war der alte Autobus, der das Dorf anfuhr, vorbeigekommen, ein Motorboot hatte mit ohrenbetäubendem Lärm angelegt, eine Gruppe Kinder war schreiend zum Hafen hinuntergelaufen. Das Schiff, das anfangs Maries Aufmerksamkeit erregt hatte, war inzwischen längst außer Sichtweite, und es war wieder still geworden. Vom Boden her stieg ein leichter harziger Geruch auf.
Außer ihnen war niemand im Treppenhaus. Marie legte liebevoll den Arm um Jeans Schultern.
»Bist du mir böse.^«
Im Erdgeschoß blieb sie einen Moment vor dem Spiegel im Flur stehen: »Ist wenigstens meine Frisur in Ordnung?«
Der Knoten war etwas nach unten gerutscht, und die braune Strähne hing ihr, wie schon vorhin, viel zu tief über die rechte Schläfe herab.
»Ja. Du hast zwar lange gebraucht, aber du siehst gut aus.«