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SCHRIFTENREIHE
DER
DEUTSCHEN
6
VOLKSPOLIZEI
JUNI 1961 59. FOLGE
Uber die Unvermeidlichkeit der Niederlage des deutschen Imperialismus und Militarismus im zweiten Weltkrieg
Autorenkollektiv des Instituts für Deutsche Militárgeschichte
Am 22. Juni 1961 jáhrt sich zum zwanzigsten Male der für die deutsche Nation schmachvolle Tag. an dem die deutschen Imperialisten und Militaristen die friedliebende Sowjetunion überfielen. Angesichts der fieberhaften Bemühungen der westdeutschen Militaristen, einen Atomkrieg gegen die Deutsche Demokratische Republik und die anderen Staaten des sozialistischen Lagers vorzubereiten, ist dieser Tag besonders dazu geeignet, die unverbesserlichen Kriegstreiber an das Schicksal des deutschen Imperialismus und Militarismus im zweiten aber auch im ersten Weltkrieg zu erinnern. Dabei ist die Beantwortung der Frage, warum. er in beiden Weltkriegen eine vernichtende Niederlage erlitt, von aktueller Bedeutung.
Mit diesem Problem bescháftigt sich nicht nur die marxistische Geschichtswissenschaft. Besonders in Westdeutschland ist in den letzten Jahren eine Flut von Schriften reaktio-nárer Historiker sowie ehemaliger faschistischer Generale und Offiziere erschienen, die behaupten, die Niederlage Hitlerdeutschlands ware auf zufállige Faktorén zurückzufüh-ren und nicht unvermeidlich gewesen. Die Verantwortung für den Ausgang des Krieges trüge Hitler, dessen dilettantische Kriegführung zu den militárischen Niederlagen geführt habe. Hatte Hitler die Generale nach ihrem Willen den Krieg führen lassen, wáre der Sieg sicher gewesen. Damit empfehlen sie die altén faschistischen Generale, die heute an der Spitze der Bundeswehr stehen, als geeignete Experten mit „Osterfahrung" für einen dritten Weltkrieg. Ferner erkláren diese Geschichtsfálscher, die Niederlage wáre das Er-gebnis der falschen Bündnispolitik der deutschen Regierung gewesen, die zu einem Zwei-f rontenkrieg geführt habe. Mit dem Beitritt Westdeutschlands zur NATO sei dieser Fehler beseitigt und eine entscheidcnde Voraussetzung dafür geschaffen worden, um aus dem geplanten Krieg gegen die sozialistischen Staaten als Sieger hervorzugehen. SchlieK-lich wird in diesen westdeutschen Büchern angeführt, Hitlerdeutschland hátte auch des-halb eine Niederlage erlitten, weil nicht alle Kráfte rechtzeitig und in genügendem Mafie in den Dienst der Kriegsvorbereitung gestellt worden waren. Die reaktionáren Kreise ziehen daraus den SchluíS, daS der Bonner Staat noch „totaler" aufrüsten müsse, als es