Bővebb ismertető
VorwortDer Verfasser der vorliegenden Schrift betrachtet es als seine Aufgabe, zwischen dem Geiste der Tradition und den modernen Gedanken und Bestrebungen zu vermitteln. In allen seinen Arbeiten bemüht er sich, vom psychologischen Standpunkte aus zu zeigen, wie viel lebendige und unentbehrliche Wahrheit oft hinter scheinbar veralteten Vorstellungen und Ordnungen verborgen ist, und wie sehr es gerade unserer Zeit nottäte, sich diese alten Wahrheiten in neuer Interpretation zu eigen zu machen. Andererseits sucht er den Vertretern des Alten nahe zu bringen, daß sie in der Gegenwirkung gegen die moderne Einseitigkeit selber einer gewissen Einseitigkeit nicht entgangen sind. Sie haben verkannt, daß auch in den modernen Tendenzen ein berechtigter Kern steckt, ja daß manche dieser neueren Forderungen sich sogar auf die tiefste religiöse Tradition berufen können es fehlt all diesen Bestrebungen nur die Einordnung in eine universellere Lebensanschauung, in der alle Bedürfnisse des Menschenlebens in der richtigen Rangordnung und Begrenzung zu ihrem Rechte kommen.Die hier bezeichneten und der Ausgleichung bedürftigen Gegensätze stehen heute, auf allen Gebieten der Kulturarbeit einander schroff gegenüber. In der vorliegenden Schrift handelt es sich um den Streit der Strafrechtsschulen, d.h. um den Gegensatz zwischen den Vertretern des strafrechtlichen Sühneprinzips und den Wortführern der modernen Humanität, die an die Stelle jenes Sühneprinzips die bloße Erziehung oder Verwahrung des Delinquenten setzen wollen.Dieser Streit der Strafrechtsschulen interessiert heute weitere Kreise nicht nur, weil man in Deutschland sehr nahe vor der definitiven Formulierung eines neuen Reichsstrafgesetzbuches steht, sondern auch, weil durch die neuere Entwicklung der Jugendgerichte und der Jugend-