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VORWORT DER HERAUSGEBER
Die vorliegende Studie ist eine Dissertation aus der Schule
von Theodor Ballauff, Mainz, und versteht sich als ein Bei-
trag zur gegenwärtigen Herbartforschung. Es handelt sich
dabei um eine historische Analyse von Erziehungs- und Unter-
richtslehren, wobei die bisher weithin unerforscht geblie-
benes! pädagogisch-didaktischen Konzeptionen von 1 Schulpäda-
gogen1 in der Zeit nach Herbart untersucht werden. Die Be-
zeichnung * Schulpädagogen1 ist Ballauff verpflichtet und
ist als Terminus in seinem umfassenden Werk "Pädagogik. Eine
Geschichte der Bildung und Erziehung" wiederzufinden.
Der Autor setzt sich mit 1 Schulpädagogen1 auseinander, die
exemplarisch für pädagogische Bestrebungen im 19. Jahrhun-
dert sind. Dabei gelingt es Dieter Henk, aus der großen An-
zahl von 'Schulpädagogen1 in dieser Epoche eine repräsenta-
tive Auswahl zu treffen, wobei er folgende Kriterien im Sin-
ne einer hermeneutis ch-kr i ti schen Methode berücksichtigt:
1. Systematische Strukturierung der Untersuchung
nach Herbartnähe und Herbartablehnung.
2. Analyse von Erziehungs- und Unterrichtslehren der
1 Schulpädagogen' aus Deutschland und Frankreich, der
Schweiz und Österreich unter Berücksichtigung des
Volks-, Real- und höheren Schulwesens.
Die Interpretation der ausgewählten Erziehungs- und Unter-
richtslehren der 1 Schulpädagogen' ermöglicht ein Resümee
der pädagogisch-didaktischen Diskussion im 19. Jahrhundert.
Frankfurt am Main, im Januar 1981