Bővebb ismertető
Vorwort
Angesichts der gegenwärtigen Lage des Schulwesens in der BRD wird im vorliegenden Band nicht mehr darüber diskutiert, ob Schulreform überhaupt notwendig ist. Im ersten Beitrag wird lediglich ihre Dringlichkeit begründet. Die Vielzahl der Analysen, Pläne, Argumente und praktischer Ansätze zur Schulreform ist kaum noch zu überblicken. Die gesellschaftliche Funktion der Schule, die politischen Absichten, Möglichkeiten, Wirkungen und Gefahren ihrer Reform sowie die hinter ihr stehenden Interessen machen deutlich, daß die Realisierung der Schulreform nicht allein Sache der Bildungs-ilaner und Politiker ist. Der breiten Öffentlichkeit fehlen aber eicht zugängliche Informationen und Kriterien zur Beurteilung der Reformpläne.
In kurzen Beiträgen versuchen die Autoren dieses Buches beides zu vermitteln, um eine Orientierung im Dickicht der Reformvorschläge zu ermöglichen.
Die Gliederung des Buches geht von zentralen Bereichen und Fragestellungen der Schulreform aus:
Als gesellschaftlicher Prozeß ist sie von ihren Interessenten und Verwaltern (Kap. 2—8) abhängig; Schüler, Lehrer, Eltern, Schul-vcrwaltung, Politiker, Wirtschaftsverbände und die Vertreter der Pädagogik gehören dazu. Von ihnen hängt es ab, ob Sozia-Üsation als autoritäre Anpassung und Auslese als soziale Benachteiligung auch weiterhin die entscheidenden Funktionen der Schule sein werden (Kap. 9—13).
Neben einer Erneuerung der Kommunikations- und Entscheidungsstruktur ist die Revision der antiquierten Lernziele und Lehrpläne (Kap. 14—25) die Voraussetzung für Demokratisierung und Leistungssteigerung der Schule. Diese Erneuerungen können nur durch eine Organisationsreform (Kap. 26—29) wirksam werden, bei der die starren vertikalen Strukturen des alten dreigliedrigen Systems (Volks-, Real- und Oberschule) durch dynamische horizontale Strukturen (Gesamtschule) abgelöst werden. Zwar läßt sich die Demokratisierung der Schule nicht durch Gesetze verordnen; die Realisierung der Schulreform wird jedoch wesentlich davon abhängen, ob Gesetze erlassen werden, die der Verwirklichung von Reformplänen wenigstens nicht entgegenstehen (Kap. 30—31).
Die vorliegenden Artikel zu dieser Problematik sind so geschrieben, daß sie grundsätzlich aus sich heraus verständlich