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Vorwort der Autoren Dieses Bucii über Waffen widmen die Autoren dem Friedens-ampf der Mensciien in aller Welt. Heute bedrohen nicht nur Massenvernichtungsmittel die Menschheit. Auch bei den hier beschriebenen Schützenwaffen handelt es sich um eine perfektionierte militärische Technik, deren Vernichtungswirkung seit Ende des zweiten Weltkriegs um ein vielfaches gesteigert wurde. Wer um die Wirkung von Waffen weiß, wird sich der Erkenntnis nicht verschliessen können, daß militärische Konflikte heute und in Zukunft kein Mittel mehr zur Lösung politischer Widersprüche sein dürfen.Konstruktion und Produktion von Schützenwaffen sind jedoch ein interessantes Gebiet in der Entwicklung der Technik. Großer Ideenreichtum paart sich mit hohem handwerklichem Können. Wenn später einmal die Menschen In musealen Stätten die Vielfalt der Schützenwaffen unseres Jahrhunderts betrachten, werden sie erstaunt sein über deren technische Perfektion.Das Buch entstand mit der Absicht, über die wichtigsten nach 1945 in aller Welt entwickelten und bei bewaffneten Kräften verwendeten Schützenwaffen möglichst ausführlich zu Informieren, über diejenigen Feuerwaffen also, mit denen Schützeneinhelten heute ausgerüstet sind. Zwar existiert In der Fachliteratur mehrerer Länder zu diesem Thema eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Monographien und ähnlichen Darstellungen; das sind jedoch zumeist Veröffentlichungen von unvollständiger Übersicht. Es fehlte also ein Werk, In dem möglichst alle, zumindest aber die wichtigsten ab 1945 eingeführten Schützenwaffen in einer systematischen Übersicht und mit einheitlicher Datenerfassung vorgestellt werden.Ein solches Projekt, darüber waren sich die Autoren von vornherein im klaren, konnte nur auf der Grundlage genauester Auswertung einer Vielzahl unterschiedlichster Quellen, wie Bücher und Nachschlagewerke, Fachzeitschriften und Fachzeitungen aus aller Welt, realisiert werden. Selbstverständlich barg ein solches Vorhaben aber das Risiko In sich, aus diesen Quellen auch Fehler zu übernehmen. Sowohl die Autoren als auch der Verlag haben sich die Frage gestellt, ob man bei der Herausgabe eines Buches ein derartiges Risiko eingehen kann.Diese Frage wurde mit Ja beantwortet: Denn jeder Versuch, ein solches Werk lediglich auf der Grundlage vorhandener Waffen bzw. von Primärquellen wie Firmenangaben und Ausbildungsvorschriften zu erarbeiten, Ist völlig Illusorisch. So bitten die Autoren ihre Leser darum, sie auf trotz sorgfältiger Arbeit durchaus mögliche Ungenauigkeiten oder Fehler hinzuweisen, solche an Hand entsprechender Fakten und Quellen zu belegen und auf diese Welse an der ständigen Vervollkommnung des Buches aktiv mitzuwirken.Bezüglich der Fachliteratur ist eine Erklärung notwendig: Wäre ein Literaturverzeichnis veröffentlicht worden, hätte man Tausende Titel von Büchern und Nachschlagewerken, von Fachzeitschriften und Fachzeitungen aufführen müssen. Eine solche Aufstellung wäre bestenfalls für wissenschaftliche Institutionen von Interesse, nicht aber für die überwiegende Mehrzahl der Leser von Nutzen. Da dieses Buch jedoch kein Nachschlagewerk wissenschaftlichen, sondern praktischen Charakters ist, konnte - wie auch bei Lexika üblich - auf eine detaillierte Quellenangabe verzichtet werden.Die Autoren danken dem Militärverlag der DDR, der ihnen die Herausgabe dieses Buches ermöglichte, sowie vielen Institutionen und einzelnen Waffenspezialisten. Ihre Unterstützung und Hilfe trugen wesentlich zum Gelingen des Werkes bei.Berlin, im Januar 1986 Günter WollertReiner LidschunWilfried Kopenhagen11ItalienItalienische RepublikSelbstladepistole Modell Beretta 951 und Versionen 9 mmBereits vor dem zweiten Weltl rieg eingeführt, blieb die Pistole Modell Beretta 34 - technisch reifer als die früher benutzte Selbstladepistole Modell Gllsenti 1910 - bis Anfang der fünfziger Jahre Standard-Faustfeuerwaffe der italienischen Streitkräfte. Auch nach 1945 wurde das Modell 34 bei der Firma Pietro Beretta S.p.A. In Brescia in Serienproduktion für den Eigenbedarf und den Export hergestellt.Konstruktionsprinzip und Funktionssicherheit der für die Browning-Patrone 9X17 eingerichteten Waffe entsprachen zwar den Anforderungen, nicht aber die Durchschlagskraft der Geschosse. Schon während der Kriegsjahre hatte die Führung der Streitkräfte wiederholt auf diesen Mangel hingewiesen. Ende der vierziger Jahre zog man bei Beretta schließlich die Konsequenzen und begann mit der Entwicklung einer für die stärkere Parabellum-Patrone 9x19 eingerichteten Waffe, deren Konstruktionsprinzip und Funktionswelse aber vom Modell 34 übernommen wurden.Die neuentwickelte Beretta-Pistole, im Jahre 1951 bei den ita-lienischeri Streitkräften eingeführt, wird inzwischen in Italien nicht mehr produziert, gehört aber noch heute zur Ausrüstung. Der Export erfolgte in mehrere Länder, zum Beispiel nach Ägypten und Israel. Beretta vergab auch Lizenzen an ausländische Unternehmen, und in Brasilien soll die Produktion bei der Firma Industrie e Comercio Beretta SA, wo Maschinenpistolen Modell Beretta 12 (s.dort) für die Streitkräfte dieses Landes hergestellt werden, ebenfalls begonnen haben.Die Faustfeuerwaffe hat in Italien mehrere Bezeichnungen. Von den Angehörigen der Streitkräfte und der Polizei wurde sie früher nach dem Jahr der Übernahme in die Ausrüstung Modell 1951 genannt, der Beiname Brigadier war und ist ebenfalls üblich. In der Fachpresse findet man seit einigen Jahren jedoch zumeist nur die Kurzbezeichnung Modell 951.Die Selbstladepistole Modell Beretta 951 ist ein Rückstol?-lader mit Fallblockverriegelung und einem Hahn, der sich außen befindet. Die für Beretta-Pistolen typische Bauweise des oben freiliegenden Laufes wurde auch für diese Waffe benutzt. Die Art der Verriegelung, von einem unterhalb des Laufes angeordneten Verriegelungsstück bewirkt, ist dem Prinzip der Selbstladepistole Modell Walther PI (s.dort) aus der BRD ähnlich.Nach Abschuß der Patrone werden der verriegelte Lauf und der Verschluß durch die Wirkung des Rückstoßes zusammen nach hinten gedrückt. Nach kurzem gemeinsamem Rückstoß hakt sich der Lauf aus dem Verschlußstück aus und schwenkt nach unten in eine Aussparung des Verschlußstücks ein. Der Verschluß, weiter nach hinten bewegt, wirft die Hülse aus, gleitet unter dem Druck der Schließfeder - sie ist unter dem Lauf gelagert - wieder nach vorn, führt eine neue Patrone in das Patronenlager ein und schiebt danach den Lauf in seine Ausgangsstellung. Bei diesem Vorgang wird die Verriegelung wieder nach oben geschwenkt und in das Verschlußstück eingehakt, werden Lauf und Verschluß miteinander verbunden.Selbsllsdeplstole Modell Beretta 951 von rechts Selbstladepistole Modell Beretta 951 von links1 Schnellfeuerpistole Modell Beretta 951 R von rechts Schnellfeuerpistole Modell Beretta 951 R von links mit abgeklapptem GrlffstOckrnit angeklapptem Griffstilck